Temenos schnappt sich US-Software-Firma Avoka

Temenos verstärkt sich mit US-Software (Bild: Temenos-Logo)
Temenos verstärkt sich mit US-Software (Bild: Temenos-Logo)

Die Schweizer Bankensoftware-Herstellerin Temenos mit Zentrale in Genf übernimmt die auf digitale Kundengewinnung fokussierte US-Software-Firma Avoka und legt dafür 245 Millionen US-Dollar auf den Tisch. Die Avoka-Plattform soll in das "Front Office"-Produkt von Temenos integriert werden, teilen die Westschweizer mit. Letztlich wolle man den Kunden so eine umfassende Komplettlösung für das digitale Bankgeschäft bieten.

Bislang kann Avoka, das ursprünglich in Australien gegründet wurde und heute den Hauptsitz in Denver (Colorado) hat, auf rund 85 Kunden verweisen, die grösstenteils über ein sogenanntes "Software as a Service"-Modell (SaaS) bedient werden. Dies bedeutet, dass die Software und die IT-Infrastruktur von Avoka betrieben und von den Kunden als Dienstleistung genutzt werden.

"Dies ist eine hochstrategische Akquisition für Temenos, da sie nicht nur unsere Führungsposition im Bereich Digital Front Office, sondern auch unsere Position auf dem US-Markt stärkt", lässt sich Temenos-Finanzchef Max Chuard zitieren. Avoka sei bereits Marktführer und verzeichne derzeit ein starkes Wachstum, da die Banken aktuell stark im Bereich digitale Kundenakquisition und Onboarding-Erfahrung investierten, betont Chuard. Die Kundenbasis von Avoka umfasst sowohl kleinere wie auch grosse Banken in Australien, Europa und den USA. In Büros in Grossbritannien, in den USA sowie in Australien beschäftigt Avoka insgesamt 270 Mitarbeitende.