Logobild: Telefonica

Der Telekomkonzern Telefonica konnte im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres seinen Umsatz und den operativen Gewinn im Schlussquartal leicht steigern. Konkret stiegen die Erlöse im Schlussquartal 2025 im Vergleich zum Jahr davor um 0,7 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde ein Anstieg um zwei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro verbucht. Was den Erwartungen der Börsianer entspricht. Nicht enthalten sind darin Umstrukturierungskosten aufgrund von Personalabbau in Höhe von 2,1 Milliarden Euro.

Der Konzern profitierte dabei vom Wachstum in Spanien und Brasilien. Auf Jahressicht fielen Erlös und operativer Gewinn leicht. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe von Unternehmensteilen - sowie die Kapriolen in Venezuela ausser Acht gelassen - wären allerdings beide Kennziffern gestiegen. Für 2026 erwartet Telefonica auf vergleichbarer Basis ein Wachstum bei Umsatz und operativen Gewinn von 1,5 bis 2,5 Prozent.

In Deutschland hatte der Telekomkonzern im vergangenen Jahr aufgrund des Wegfalls seines grössten Kunden allerdings schwer zu kämpfen. So ging der Umsatz im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Euro zurück, wie die Deutschland-Tochter O2 Telefónica in München mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sackte um 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro ab.

Jahrelang hatte sich Konkurrent 1&1 auf dem O2-Netz eingemietet und seine Kunden mit den O2-Antennen verbunden, dafür zahlte 1&1 viel Geld an den etablierten Netzbetreiber. Doch inzwischen ist 1&1 zu Vodafone gewechselt und hat rund zwölf Millionen Kunden auf dessen Netz umgebucht - dadurch bekommt O2 deutlich weniger Geld in die Kasse. O2 hat zwar neue Partner gewonnen, mit denen die grosse Lücke aber nicht geschlossen werden konnte.