Sitz von Teamviewer in Göppingen (Bild: Teamviewer)

Die auf Fernwartungssoftware für Screen-Sharing, Videokonferenzen, Dateitransfer und VPN fokussierte deutsche Softwareanbieterin Teamviewer konnte auch im vierten Quartal kräftig zulegen und die eigenen Ziele für 2020 toppen. Konkret beliefen sich die Rechnungsstellungen (Billings) im Gesamtjahr 2020 nach vorläufigen Zahlen auf cirka 460 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen mit Zentrale in Göppingen verlauten lässt.

Teamviewer gehört zu denjenigen Unternehmen, die mit ihren Programmen wegen der Corona-Krise und der damit zusammenhängenden grossen Nachfrage nach Home-Office-Software enorm profitieren.

Im vierten Quartal des zu Ende gegangenen Geschäftsjahres 2020 wuchsen die in Rechnung gestellten Erlöse laut den Angaben währungsbereinigt um 32 Prozent und damit fast so stark wie im dritten Quartal. "Wir sind mit der Performance im vierten Quartal sehr zufrieden - damit geht ein bemerkenswertes Jahr in der Geschichte von Teamviewer zu Ende", kommentierte Finanzchef Stefan Gaiser die Entwicklung. "Für 2021 sind wir weiterhin sehr zuversichtlich, unseren Wachstumskurs fortzusetzen," so Gaiser weiters.

Ohne den Zukauf des Augmented-Reality-Entwicklers Ubimax hätten die Billings im Gesamtjahr bei 456 Millionen Euro gelegen, geht aus den Teamviewer-Angaben ebenfalls hervor. Das ist etwas mehr als das obere Ende der anvisierten Spanne von bis zu 455 Millionen Euro. Teamviewer habe sich Ubimax zugelegt, um stärker bei grösseren Firmenkunden und in der Industrie zu wachsen, heisst es.

Laut den weiteren Infos wuchs die die Anzahl der Software-Abonnenten von Teamviewer im vierten Quartal von 567'000 Ende September auf über 584'000 zum Ende des Jahres. Auch die Zahl besonders grosser Kunden mit einem jährlichen Vertragsvolumen von über 10'000 Euro ist demnach weiter gestiegen, hier zählt Teamviewer nun mittlerweile 1885 sogenannte Enterprise-Kunden. Die vollständigen Finanzzahlen wollen die Göppinger am 9. Februar auf den Tisch legen.



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