Fastweb-Hauptsitz (Bild: zVg)

Die Swisscom-Tochterfirmen Fastweb + Vodafone wollen in Italien gemeinsam mit dem Telekomkonzern TIM (Telecom Italia) den 5G-Ausbau beschleunigen. Zu diesem Zweck haben sie eine vorläufige Vereinbarung zur gemeinsamen Nutzung von Mobilfunk-Zugangsnetzen getroffen, wie Swisscom im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung wissen lässt. Die Vereinbarung gelte vorbehaltlich eines endgültigen Vertrags, der für das zweite Quartal 2026 erwartet wird.

Das Projekt sei ein wichtiger Schritt zur besseren Nutzung der bestehenden Infrastruktur in Italien und einem schnelleren Ausbau, wird im Communiqué betont. Die Unternehmen planen den Ausbau der 5G-Abdeckung für Gemeinden mit weniger als 35’000 Einwohnern. Jeder Betreiber werde für den Netzausbau in 10 Regionen verantwortlich sein, so dass bis Ende 2028 ein Netz mit etwa 15'500 Standorten pro Betreiber entstehen werde.

Im Rahmen der Vereinbarung werde jeder Betreiber in den entsprechenden Gebieten das Funkzugangsnetz (RAN) des jeweils anderen nutzen, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Die 5G-Abdeckung werde damit auf wenig dicht besiedelte Gebiete ausgeweitet. Solche Kooperationsmodelle seien laut der Swisscom in anderen EU-Ländern weit verbreitet.

Laut einem Swisscom-Sprecher soll der Deal zu Effizienzgewinnen führen, die in eine raschere und breitere 5G-Einführung reinvestiert werden könnten. Die Vereinbarung steht gemäss der Mitteilung noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy (MIMIT) sowie die Wettbewerbsbehörde (AGCM) und die Kommunikationsbehörde (AGCom).