Swisscom stellt die technologische Basis für den Betrieb seiner Finnova-Kernbankensysteme neu auf. Wie die Nummer eins am Schweizer Telekommarkt bekannt gab, setzt der Konzern künftig auf die Cloud-Infrastruktur Oracle Exadata Cloud@Customer. Dieser strategische Schritt soll Banken eine modernere, leistungsstärkere und flexiblere Plattform für ihre kritischen Finanzanwendungen bieten, betont Swisscom in einer Aussendung dazu.
Die Migration sei eine Antwort auf die steigenden Anforderungen des Finanzsektors an Verarbeitungsgeschwindigkeit und Datenvolumen, heisst es. Finnova-Kernbankensysteme bilden bei zahlreichen Schweizer Kantonal- und Regionalbanken das technologische Rückgrat. Durch den Wechsel auf die Datenbank-Plattform von Oracle profitiere Swisscom von massiven Performance-Gewinnen, kürzeren Verarbeitungszeiten bei End-of-Day-Prozessen und einer verbesserten Skalierbarkeit, so die Mitteilung. Ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Technologie sei die Einhaltung der strengen Schweizer Regulatorien (FINMA) gewesen. Da es sich bei Oracle Exadata Cloud@Customer um eine hybride Cloud-Lösung handelt, würden sämtliche sensiblen Kundendaten physisch in den hochsicheren Rechenzentren von Swisscom in der Schweiz bleiben. Swisscom behalte die volle operative Kontrolle, während die Cloud-Infrastruktur von den kontinuierlichen Updates und der Automatisierung durch Oracle profitierte.
Mit dieser Modernisierung wolle Swisscom ihre Position als Sourcing-Partner für die Schweizer Finanzindustrie stärken, wird in der Mitteilung herausgestrichen. Die Banken erhielten dadurch Zugriff auf modernste Cloud-Technologie, ohne Kompromisse bei der Datensicherheit und dem Bankkundengeheimnis eingehen zu müssen. Die Umstellung unterstreiche den Trend im Schweizer Banking, traditionelle On-Premise-Infrastrukturen schrittweise durch agile, hybride Cloud-Modelle zu ersetzen, so Swisscom abschliessend.
