Symbolbild: Swisscom

Swisscom erhöht die Preise für Privatkunden auf breiter Front. Ab 1. April erhöhen sich gemäss Mitteilung die monatlichen Abo-Preise um je 1.90 Schweizer Franken für Internet- und Mobile-Abonnemente sowie um je 0.90 Franken für TV und Festnetztelefonie. Der Preisaufschlag gilt für Neu- und Bestandskunden, ausgenommen seien die Grundversorgung, Prepaid-Angebote sowie die reinen Daten- und Kinder-Abos beim Mobilfunk, heisst es.

Per Ende September des vergangenen Jahres hielt die Nummer eins am Schweizer Telekommarkt bei 5,6 Millionen Mobilfunkabo-Kunden und 1,9 Millionen Breitband-Abonnenten. Beim TV waren es über 1,4 Millionen Kunden und beim Festnetz gut 1 Million Abonnenten. Den Konzernangaben zufolge sollen die Kunden in den nächsten Tagen mit ihrer Rechnung und per E-Mail über die Preiserhöhungen informiert werden. Wenn sie mit der Preiserhöhung nicht einverstanden seien, könnten die Kunden ihren Vertrag vorzeitig auflösen.

Die Anpassung sei durch strukturelle Veränderungen im Telekommunikationsmarkt bedingt, ist dem Communiqué zu entnehmen. Während die Kunden heute deutlich mehr Leistung erhielten als noch vor wenigen Jahren, seien die Preise – anders als in allen anderen Branchen – stetig gesunken. Dadurch gingen die Gesamtmarktumsätze und die Umsätze pro Kunde zurück, betont Swisscom. Dieser Umsatzrückgang im Telekommunikationsmarkt liesse sich nicht mehr allein durch Kostensenkungsmassnahmen und Effizienzsteigerungen auffangen.

Der stetig wachsende Datenverkehr erfordere Netze, die auch für Spitzenlasten ausgelegt seien. Deshalb investiere Swisscom laufend in den Ausbau, die Modernisierung und den Unterhalt ihrer Mobilfunk- und Glasfasernetze. 2025 habe Swisscom in der Schweiz rund 1.7 Milliarden Schweizer Franken in Netze und IT-Infrastruktur investiert, heisst es im Communiqué abschliessend.