Forscher der University of Maryland (UMD) erfassen mit dem Verfahren "Conditional Sure Independence Screening" (CSIS) erstmals die Konkurrenzsituation von Unternehmen. Auf diese Weise lassen sich die ärgsten Konkurrenten in der gleichen Region ermitteln, Hoteliers beispielsweise. Diese haben zwar ein Gespür dafür, wer ihnen im Zweifel die Gäste wegschnappt, doch sicher können sie bisher nicht sein.
Die Identifizierung der wichtigsten Wettbewerber ist nicht immer einfach, vor allem nicht in dicht besetzten Märkten mit vielen Hotels oder in dünn besiedelten Gebieten, in denen die Wettbewerber über ein grosses Gebiet verteilt sein können, heisst es. Ohne genaue Informationen kann in einer Branche, in der Preisanpassungen und Werbekampagnen von entscheidender Bedeutung sind, der Gewinn wegbrechen, betonen die Experten.
P.K. Kannan, Dekan für Marketing, und Xian Gu, Doktorand an der UMD, zeigen, dass CSIS eine effiziente und skalierbare Methode zur Bestimmung von Wettbewerbern ist, wenn die Anzahl potenzieller Konkurrenten sehr gross ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ansätzen könne CSIS Hunderte von Möglichkeiten schnell durchforsten und die wirklich wichtigen Untergruppen hervorheben. Es verdeutliche auch die Randbedingungen, unter denen es andere Techniken übertrifft.
Die Forscher haben über 1.300 Hotels in Washington D.C., Amarillo, New York, Miami und Stillwater (Oklahoma), untersucht - also in dicht besiedelten Ballungsräumen und einem dünn besiedelten Gebiet. Ihr Datensatz umfasst damit Hotelkategorien von Economy bis Luxus, Reservierungen, Preise und räumliche Nähe. "CSIS kann Ihnen für ein bestimmtes Hotel sagen: 'Für diese bestimmte Immobilie sind dies die fünf oder zehn wichtigsten Wettbewerber'", sagt Kannan.
