In Deutschland vertrauen fast zwei Drittel der Smart-Home-Nutzer dem Datenschutz bei der Verwendung vernetzter Haushaltsgeräte. Gleichzeitig sorgen sich 83 Prozent um Hacks. Ein Viertel sieht im Smart Home eine digitale Sicherheitslücke. Das zeigt eine neue Umfrage des in Berlin domizilierten Digitalverbandes Bitkom unter 1.159 Personen ab 16 Jahren, darunter 597 Smart-Home-User.
"Das Vertrauen in Smart-Home-Hersteller ist grundsätzlich da. Es sollte aber niemand unbedacht neue Geräte in sein privates Netzwerk einbinden. Man sollte sich immer zuerst mit den sicherheitstechnischen Voreinstellungen befassen und sie an seinen persönlichen Schutzbedarf anpassen", rät Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.
Die Sicherheitsbedenken vieler Anwender beeinflussen letztlich auch die Wahl der Geräte: 39 Prozent der Smart-Home-Nutzer würden laut Umfrage Smart-Home-Geräte mit integrierter Kamera nicht verwenden. Dabei könnten viele Hersteller ohne grossen Aufwand dazu beitragen, das Vertrauen in vernetzte Geräte zu stärken, unterstreicht Rohleder.
Dem Branchenexperten nach sollte Sicherheit von Anfang an berücksichtigt werden - mit sicheren Voreinstellungen und verlässlichen Updates über die gesamte Nutzungsdauer. Zugleich seien auch die Nutzer gefragt, etwa indem sie sichere Passwörter verwendeten und Updates zeitnah installierten. Denn 38 Prozent verwenden bei vielen ihrer Smart-Home-Geräte dasselbe Passwort, 27 Prozent installieren verfügbare Software-Updates nur selten sofort.
