Schweizer ICT-Branche laut Swico-Index weiter optimistisch

Symbolbild: Karlheinz Pichler
Symbolbild: Karlheinz Pichler

Der Optimismus in der ICT-Branche hält gemäss dem Swico ICT-Index für das vierte Quartal an, was sich in den Indizes der einzelnen Segmente zeigt: Das Segment Software erreicht mit 118.0 Punkten denselben Wert wie im Vorquartal, den höchsten Wert der ICT-Branche; dicht gefolgt vom Segment IT Consulting mit 117.6 (plus 4.1) und dem Segment IT Services 117.5 (minus 4.4). Mit einem immer noch hohen Wert von 111 Punkte (minus 2.9) nimmt das Segment IT-Technology den tiefsten Wert der ICT-Branche an. Alle Segmente der ICT-Branche erwarten ein rentableres Wachstum. Dies sei auf die positiven Erwartungen an die Auftragslage, die Bruttomarge und den Umsatz zurückzuführen, zeigt der Index.

In allen Segmenten der ICT-Branche ist dem Swico ICT-Index zufolge der ICT-Spezialisten-Mangel mit Abstand die am häufigsten genannte Herausforderung. Die aktuelle Situation erschwere allen Segmenten sowohl die Planung der Unternehmensentwicklung wie auch die Abwicklung der laufenden Projekte. Auch die Entwicklung und Marktreife von neuen Produkten und Angeboten leide in allen Segmenten durch die schwierige Gewinnung von neuen und guten Mitarbeitenden. Insbesondere das Segment Software spüre den Mangel hinsichtlich den öffentlichen WTO-Ausschreibungen, die einerseits für die Eingabe hohe Aufwände generieren und andererseits eine hohe Planungsunsicherheit verursachen. Die politische Lage, wie beispielsweise der Brexit, scheint die Branche kaum mehr zu verunsichern. Nur das Segment IT Services nennt ihn als Herausforderung. Auch die Gefahr einer wirtschaftlichen Abkühlung wird von der ICT-Branche nur vereinzeln genannt.

Rückgang bei CE, Anstieg bei IPF

Der Indexwert der Branche Consumer Electronics sinkt, der Wert der Branche Imaging/Printing/Finishing steigt – beide verbleiben aber klar, und dies seit dem vierten Quartal 2014, unter der Wachstumsgrenze von 100 Punkten. Der neue Wert des Segments CE liegt bei 88.8 Punkten (minus 2.1), der des Segments IPF bei 90.3 Punkten (plus 4.5). Beide Branchen erwarten eine Degeneration: Die Entwicklung von Auftragseingang, Bruttomarge und Umsatz sollen gegenüber dem Vorjahr sinken. Auch die konjunkturelle Entwicklung schätzen die Branchen negativ ein. Ein kleiner Lichtblick gibt es für die Branche IPF, welche leicht steigende Investitionstätigkeiten erwartet. Die Frankenstärke und der damit verbundene Margendruck machen den zwei Branchen am meisten zu schaffen. Sie sehen sich gefordert, Kosten zu senken und Optimierungen bei der internen Organisation vorzunehmen.

Methodik:
Methodischer Hinweis: Der Swico ICT Index basiert auf den Prognosen für die Zukunft und nicht auf den Ergebnissen der Vergangenheit. Er widerspiegelt somit nicht direkt Umsätze oder Verkaufszahlen, sondern die Erwartungen für das kommende Quartal. Um saisonale Unterschiede auszugleichen, vergleicht der Index die Prognosen für das nächste Quartal mit dem Resultat des entsprechenden Vorjahresquartals.