Blockchain-Symbolbild: Fotolia/Enzozo

Die SIX Swiss Exchange investiert in das in Steinhausen im Kanton Zug domizilierte Schweizer Startup Passon, das sich auf die Übertragung digitaler Vermögenswerte spezialisiert hat. Die Beteiligung sei ein Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung der Schweizer Börse, heisst es. Bereits im vergangenen Juli hatte die SIX angekündigt, dass die von ihr betriebene Schweizer Börse eine Infrastruktur für Handel und Verwahrung digitaler Vermögenswerte entwickle, die SIX Digital Exchange.

Eine solche Infrastruktur gewährleiste neue Dienstleistungen wie zum Beispiel die Integration von sogenannten Non-Bankable Assets, also von Vermögenswerten, die noch nicht im Finanzsystem abgebildet sind, wie die Six wissen lässt. Die Herausforderung bei digitalen Vermögenswerten bestehe darin, zu garantieren, "dass die rechtsverbindlichen Eigentumsansprüche an diesen Vermögenswerten zwischen den Parteien eindeutig und transparent nachweisbar sind", sagt Valerio Roncone, Head Product Management & Business Development, Securities & Exchanges bei SIX. Die Lösung des Softwarehauses Passon basiert auf Blockchain- und Smart-Contract-Technologien. Die Infrastrukturbetreiberin des Schweizer Finanzmarkts erhoffe sich davon eine "reibungslose Weitergabe digitaler Vermögenswerte", so Roncone. Zurzeit bereitet Passon ein sogenanntes Initial Coin Offering (ICO) vor, um digitale Münzen herauszugeben.

Aufgrund der Minderheitsbeteiligung von Six an Passon rückt Valerio Roncono in den Verwaltungsrat der Innerschweizer ein. Die ersten konkreten Dienstleistungen der SIX Digital Exchange kündigte die Börsenbetreiberin auf Mitte 2019 an.



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