Im Kampf gegen die steigende Bedrohung durch Cyber-Angriffe geht die Schweizer Armee neue Wege in der Ausbildung ihres Personals. Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) hat den Zuschlag erhalten, die fachtechnische Aus- und Weiterbildung der künftigen zivilen Cyber-Fachkräfte der Gruppe Verteidigung zu übernehmen. Das teilte die Hochschule mit Hauptsitz in Brig mit.
Die FFHS setzte sich in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren gegen insgesamt sechs Mitbewerber durch. Der erteilte Auftrag hat ein finanzielles Volumen von rund 1,95 Millionen Schweizer Franken.
Das Ausbildungsprogramm richtet sich gezielt an die Teilnehmenden der sogenannten ICT Warrior Academy (IWA), die dem Kommando Cyber der Schweizer Armee unterstellt ist. Ziel ist es, die zivilen Spezialisten auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, um die digitale Infrastruktur des Landes effektiv zu schützen. Inhaltlich deckt die Hochschule dabei hochaktuelle Schwerpunkte ab. Dazu gehören moderne Cloud- und Containertechnologien sowie Anwendungen im Bereich des Machine Learning (Künstliche Intelligenz). Ein weiterer zentraler Pfeiler der Ausbildung ist die digitale Forensik, bei der es um das systematische Analysieren und Nachverfolgen von Cyber-Attacken geht.
Die Armee setzt mit dieser Kooperation bewusst auf ein duales System aus akademischem Fachwissen und militärischer Praxis. Für die FFHS bedeutet der Grossauftrag eine Bestätigung ihrer langjährigen Expertise in der digitalen Fernlehre und der IT-Sicherheitsforschung. Die Ausbildung sichert der Schweizer Armee den Zugriff auf dringend benötigtes Fachwissen, um der zunehmenden Komplexität im virtuellen Raum zu begegnen.
