SAP-Hauptsitz in Walldorf (Bild: SAP)

Der deutsche ERP- und Cloudriese SAP mit Zentrale in Walldorf ist mit einem starken Wachstum im Bereich Cloud und KI ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Gesamtumsatz hinkt allerdings hinter den Analystenerwartungen zurück. Dieser stieg zwar im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent (währungsbereinigt um 12 Prozent) auf knapp 9,6 Mrd. Euro. Experten hatten im Schnitt jedoch mit etwa 9,56 bis 9,57 Mrd. Euro gerechnet. Der Cloud-Umsatz hingegen schnellte währungsbereinigt gleich um 27 Prozent auf 5,96 Mrd. Euro hoch. Das sind knapp 200 Millionen Euro mehr als von den Marktgurus erwartet.

Das operative Ergebnis (Non-IFRS) erhöhte sich um 17 Prozent (währungsbereinigt um 24 Prozent) auf 2,87 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie (EPS) betrug 1,92 Euro und lag damit leicht über den Prognosen von rund 1,64 Euro.

SAP-CEO Christian Klein betonte, dass der Erfolg massgeblich durch Fortschritte bei Business AI (z. B. durch den Copiloten Joule) getrieben worden sei. Das Unternehmen gewinne dank der KI-Funktionen in den Programmen Marktanteile, so der SAP-Chef.

SAP ‌sei nicht komplett immun gegen die Verwerfungen durch den Nahost-Krieg, betonte ‌Klein weiters. In der Vergangenheit hätten Kunden in ​unsicheren Zeiten jedoch verstärkt auf die Produkte seines Unternehmens gesetzt, um ihre Geschäftsabläufe widerstandsfähiger zu machen.

Der grösste europäische Softwarekonzern peilt für ⁠das Gesamtjahr 2026 weiterhin Cloud-Erlöse zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an. Dies entspräche einem Wachstum von 23 bis 25 Prozent. Das Betriebsergebnis werde voraussichtlich um zwölf bis 13 Prozent auf 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro zulegen. Dieser Ausblick basiere auf ‌der Annahme einer raschen Lösung für den Nahost-Konflikt, betonte SAP-Finanzchef Dominik Asam. Ein ​länger anhaltender Iran-Krieg könnte die Weltwirtschaft und damit auch die Bilanz seines Unternehmens beeinträchtigen.