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Deutschlands und auch Europas grösstes Softwareunternehmen SAP mit Zentrale in Walldorf erweist sich als ziemlich krisenresistent. Der ERP- und Cloud-Riese konnte im vergangenen Geschäftsjahr vor Zinsen und Steuern einen Gewinn in Höhe von 9,8 Milliarden Euro einfahren, was einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Jahr davor entspricht. Im Gesamtjahr 2025 erzielte SAP knapp 37 Milliarden Euro an Umsatz. Und dies trotz US-Handelszöllen und schwachem Dollar.

Angetrieben wird das SAP-Business in der Hauptsache noch immer über das Geschäft mit Software über die Cloud, also Anwendungen, die im Internet laufen. Auch wenn sich das rasante Wachstum hier etwas abgekühlt hat.

Bei den Walldorfern spielt neben KI (Künstlicher Intelligenz) auch das Thema "digitale Souveränität" eine immer grössere Rolle. Denn Anwenderunternehmen in Europa fragen verstärkt nach Datensicherheit und lokalen Rechenzentren. SAP-Vorstände berichten von einer "massiven Nachfrage" nach unabhängigen Cloud-Lösungen, geschützt vor Zugriffen aus China oder den USA. Im September vergangenen Jahres kündigte SAP an, in den nächsten zehn Jahren 20 Milliarden Euro zusätzlich in digitale Souveränität zu investieren.

Den Ankündigungen zum Trotz verharrt der Aktienkurs von SAP auf tiefem Niveau. Laut den Börsianern verlegen Anleger ihre Investitionen im Bereich KI momentan vor allem zu Herstellern von Hardware, wie etwa Speicherchips und Infrastruktur. Softwarehersteller wie SAP würden an der Börse hingegen eher erst mittelfristig vom KI-Boom profitieren.