Logobild: Samsung

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung Electronics gibt für das dritte Quartal einen deutlichen Anstieg des operativen Gewinns um 274 Prozent bekannt. Konkret rechnet Samsung für die drei Monate 1. Juli bis zum 30. September mit einem operativen Gewinn von 9,1 Billionen Won (6,17 Milliarden Euro). Damit bleibt Samsung trotz der hohen Nachfrage nach KI-Chips unter den Erwartungen, hatten Analysten doch einen Gewinn von rund 10,33 Billionen Won (knapp sieben Milliarden Euro) und einen Umsatz von rund 82 Billionen Won auf der Liste.

Aufgrund des reissenden Absatzes von Hochleistungsspeichern für Künstliche Intelligenz (KI) hatte sich der operative Gewinn im Vorquartal noch vervielfacht. Damals hatte der weltgrösste Anbieter von Speicherchips eine Beschleunigung dieses Trends für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. US-Konkurrent Micron hatte vor einigen Wochen dank eines reissenden Absatzes sogenannter HBM-Halbleiter (High Bandwidth Memory) ebenfalls einen optimistischen Ausblick geliefert.

Samsung gilt zwar seit drei Jahrzehnten als weltweit grösster Hersteller von Speicherchips, hinkt aber technologisch seinen Rivalen Micron und SK Hynix hinterher. Während letzterer bereits die derzeit leistungsstärksten Chips vom Typ "12-Layer HBM3E" verkauft, hat Samsung lediglich die "8-Layer"-Variante im Angebot. Hierfür hatte der Konzern im August die Freigabe von Nvidia, dem Weltmarktführer bei KI-Spezialprozessoren, erhalten.

Der Markt für Smartphones bleibt ebenfalls hart umkämpft. Apple stellte vor rund einem Monat die neueste iPhone-Generation vor, die mit KI-Funktionen lockt. Gleichzeitig liess der chinesische Rivale Huawei mit einem Z-förmig faltbaren Handy aufhorchen.

Bei den von Samsung bekanntgegebenen Geschäftszahlen handelt es sich nur um eine erste Schätzung. Die genauen Zahlen werden erst zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich Ende Oktober, veröffentlicht.