Nvidia-Hauptverwaltung in Santa Clara (Clubic.com/CC BY-SA 4.0)

Der Chipgigant NVidia verhandelt laut einem Bericht des "The Wall Street Journals" (WSJ) über eine Finanzierungsgarantie von rund 250 Milliarden Dollar für OpenAI. Die Gespräche betreffen einen massiven Rechenzentrums-Campus in Ohio. Konkret geht es um ein von der Softbank-Energietochter entwickeltes 10-Gigawatt-Rechenzentrumsprojekt in Süd-Ohio mit Gesamtkosten von über 500 Milliarden Dollar.

Ziel der Bürgschaft ist die Absicherung von Leasing- und Baufinanzierungen für OpenAI, da das Unternehmen keine erstklassige Bonität (Investment Grade) aufweist. Die erste Phase ⁠des Projekts soll 2028 fertiggestellt sein. Die 250-Milliarden-Dollar-Garantie soll die Pacht für das Rechenzentrum ‌und die Fremdfinanzierung abdecken, nicht jedoch die Nvidia-Chips. Parallel laufen jedoch Gespräche über separate Chip-Finanzierungen von bis zu 350 Milliarden Dollar.

Für OpenAI wäre ein solcher Deal der erste Schritt zur Kontrolle der eigenen Infrastruktur, anstatt diese von Microsoft, Amazon ‌und Oracle zu mieten. Nvidia wiederum würde sich damit auf Jahre hinaus die Nachfrage nach seinen Chips sichern. ​

Die Verhandlungen sind gemäss dem Bericht noch nicht final abgeschlossen und der Deal könnte sich noch ändern oder auch scheitern. Auch die KI-Firma Anthropic sowie Microsoft und Google sollen Interesse an dem Projekt bekunden, heisst es.