Gegen Twitter wird wie gegen Facebook ermittelt (Bild:Archiv)

Ungemach steht den Social-Media-Platfformen Facebook und Twitter in Russland bevor. Die dortige Medienaufsicht Roskomnadsor wirft den beiden Netzwerken Verstösse gegen russisches Recht vor und hat ein „Verwaltungsverfahren“ gegen sie eingeleitet. Die beiden US-Konzerne hätten "keine konkreten Informationen zur Lokalisierung der Daten russischer Nutzer auf dem Gebiet der Russischen Föderation" geliefert, erklärte dazu Roskomnadsor-Chef Alexander Scharow gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax.

Hintergrund dazu ist, dass Facebook und Twitter von der Aufsichtsbehörde schon wiederholt ermahnt und mit einem Verbot in Russland bedroht wurden, sollten sie sich nicht an ein Gesetz aus dem Jahr 2014 halten, das Soziale Netzwerke verpflichtet, die persönlichen Daten russischer Nutzer innerhalb Russlands zu speichern. Sowohl Facebook als auch Twitter hätten auch keinen „Zeitrahmen“ genannt, innerhalb dessen sie die entsprechenden Daten speichern wollten, bemängelte Scharow. Kritiker befürchten, dass das Gesetz von 2014 russische Nutzer dem Risiko aussetzt, dass ihre Informationen von den Geheimdiensten des Landes abgegriffen werden könnten.



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