Der Pharmariese Roche baut seine KI-Infrastruktur mit fast 2200 neuen Hochleistungsgrafikprozessoren von Nvidia massiv aus. Die zusätzliche Hardware werde die Arbeit in allen Forschungs- und Entwicklungsbereichen beschleunigen, einschliesslich Modellierung, Datenanalyse und klinischer Studienprozesse, betont Roche in einer Aussendung dazu.
Konkret hat der Arzneimittelhersteller eigenen Angaben zufolge 2.176 Nvidia Blackwell Grafikprozessoren (GPUs) an Standorten in den USA und Europa installiert. Damit verfüge er nun über die grösste GPU-Infrastruktur der Branche.
Der Ausbau, der im Jahr 2023 begann, sei Teil einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen Roche und Nvidia, heisst es. Der Konzern habe seine Investitionen in KI-Tools erhöht, da grosse Pharmagruppen darum konkurrieren, Entwicklungszeiten zu verkürzen und Kosten zu senken. "Im Gesundheitswesen ist Zeit die kritischste Variable", sagte Wafaa Mamilli, Chief Digital and Technology Officer von Roche.
Pharmaunternehmen haben eine Reihe von Vereinbarungen über Tools angekündigt, um das Potenzial der künstlichen Intelligenz auszuschöpfen, die als der grösste technologische Durchbruch seit dem Internet gilt. Agentische KI, die nur wenig menschliches Eingreifen erfordert, könnte die Produktivität in der klinischen Entwicklung in den nächsten fünf Jahren um etwa 35 Prozent bis 45 Prozent steigern, konstatierte das Beratungsunternehmen McKinsey bereits im vergangenen Jahr.
