KI-Chip-Champion Nvidia mit Hauptsitz im kalifornischen Santa Clara hat mit seinem Zahlenwerk für das abgelaufene vierte Quartal die Erwartungen der Börsianer erneut klar übertroffen. Konkret weist Nvidia einen Quartalsumsatz von 68 Milliarden Dollar aus, was einem Plus von 73 Prozent gegenüber demselben Vorjahreszeitraum entspricht. Analysten hatten einen Umsatz von "lediglich" 65 Milliarden Dollar erwartet.
Auch beim Gewinn pro Aktie lag Nvidia deutlich über den Erwartungen. So gab der kalifornische Chip-Riese einen Gewinn pro Aktie von 1,62 US-Dollar und damit beinahe eine Verdoppelung des Gewinns bekannt. Die Börsianer rechneten hier mit 1,53 US-Dollar pro Anteilschein.
"Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst exponentiell", erläuterte Konzernchef Jensen Huang. Mit der kommenden Prozessorgeneration Vera Rubin werde das Unternehmen seine führende Marktposition weiter ausbauen, prophezeit Huang.
Für das laufende neue Quartal peilt Nvidia Erlöse von 78 Milliarden Dollar an, bei einer Schwankungsbreite von 2 Prozent. Die bereinigte operative Gewinnmarge werde voraussichtlich bei 74,9 bis 75 Prozent liegen. Im abgelaufenen Quartal lag sie bei 75,2 Prozent. Anleger hoffen auf eine Fortsetzung einer wahnwitzigen Wachstumsstory: Zuvor hatte Nvidia die Umsatzerwartungen des Marktes in dreizehn aufeinanderfolgenden Quartalen übertroffen.
Nach Bekanntgabe der Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal legte der Aktienkurs von Nvidia um knapp 5 Prozent zu und kletterte über die Marke von 200 US-Dollar. Damit ist das Rekordhoch aus dem November von rund 210 Dollar wieder in Sichtweite. Nvidia ist die wertvollste Börsenfirma der Welt, mit aktuell rund 4,8 Billionen Dollar Börsenwert.
Und die Aussichten, dass es so bleibt, stehen nicht schlecht. Denn die Big-Tech-Konzerne wollen ihre Investitionen in KI-Infrastruktur nochmals deutlich erhöhen. Allein die Techriesen Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft hatten bei Vorstellung ihrer Jahreszahlen angekündigt, ihre Investitionen im Jahr 2026 auf die Rekordsumme von rund 650 Milliarden Dollar zu erhöhen. Das meiste Geld davon dürfte in Rechenzentren fliessen – und dort vor allem für den Einsatz von den speziellen Nvidia-Chips draufgehen.
