Linda Yaccarino, Chefin der Onlineplattform X des US-Tech-Unternehmers Elon Musk, hat ihren Rücktritt bekantgegeben. Sie gebe den Leitungsposten "nach zwei unglaublichen Jahren" auf, schrieb die Managerin heute auf X, ohne einen Grund dafür anzugeben. In ihrer Mitteilung gab sich Yaccarino "ungemein dankbar“ für Musks Vertrauen. Sie sei "unglaublich stolz“ auf die geleistete Arbeit, vor allem hinsichtlich des "Schutzes der Meinungsfreiheit“.
Zuvor war Musks KI-Chatbot „Grok“, der auf X genutzt werden kann, wegen antisemitischer Antworten in die Kritik geraten. Ob ein Zusammenhang zu Yaccarinos Rücktritt besteht, war vorerst unklar.
Die Türkei sperrte den Zugang zu einigen Inhalten der KI, weil diese angeblich den Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und den Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, beleidigt sowie religiöse Gefühle verletzt habe. Aus ähnlichen Gründen will Polen eine Untersuchung durch die Europäische Union anstossen.
"Ich habe den Eindruck, dass Hassrede, die von Algorithmen gesteuert wird, eine neue Ebene erreicht hat“, konstatierte der polnische Digitalminister Krzysztof Gawkowski gegenüber dem Radiosender RMF FM. "Es wäre ein Fehler, ein Auge zuzudrücken. Redefreiheit gehört Menschen, nicht künstlicher Intelligenz."
Die türkischen Behörden kündigten strafrechtliche Ermittlungen an, an deren Ende die Verantwortlichen bis zu vier Jahre im Gefängnis landen könnten. Der türkische Transport- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloglu sagte in einem TV-Interview, dass bei Bedarf der Zugang zu "Grok“ komplett gesperrt werde.
