KI versus Menschen: Kreativität bleibt unschlagbar (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Viele Künstliche Intelligenzen (KI) und trotzdem nicht kreativer als der Mensch: Laut einer neuen Studie der Duke University sind die kreativen Ergebnisse kommerzieller KIs einander ähnlicher, als Nutzer vielleicht hoffen. Details sind in den "Proceedings of the National Academy of Sciences Nexus" veröffentlicht.

Bei drei standardisierten Aufgaben zur Bewertung von Kreativität sind die von den getesteten KIs ausgegebenen Antworten deutlich ähnlicher als die ihrer menschlichen Gegenstücke. Duke-Forschungsleiterin Emely Wenger hat mit Yoed Kenett vom Technion - Israel Institute of Technology drei standardisierte Tests zur Messung von Kreativität ausgewählt und liess 22 KIs in Sachen Kreativität gegen rund 100 Menschen antreten.

"Zahlreiche empirische Studien der letzten Jahrzehnte zeigen, wie stark menschliche Kreativität von Variabilität abhängt. Das Problem ist, dass KIs zwar scheinbar sehr originelle Ergebnisse erzeugen, ihre Antworten aber stark homogenisiert und wenig variabel sind. Das könnte langfristig negative Auswirkungen auf das kreative Denken des Menschen haben und sollte daher berücksichtigt werden", unterstreicht Kenett.

Die Ergebnisse, die die Variabilität und Originalität der Antworten von KIs und Menschen miteinander verglichen haben, sind eindeutig: Während einzelne KIs einzelne Menschen in Bezug auf Kreativität übertreffen, sind die Antworten der Algorithmen insgesamt einander deutlich ähnlicher als die der Menschen, wie die Wissenschaftler in ihrer aktuellen Auswertung zeigen.

Wichtig sei auch, dass selbst eine Anpassung der Systemanweisungen zur Förderung von Kreativität die Vielfalt der KI-Antworten nur geringfügig erhöht - menschliche Antworten bleiben demnach überlegen. Bei Produkt-Designs zum Beispiel sollten Marketer laut Wenger besser eine vielfältige Gruppe von Menschen zum Brainstorming zusammenbringen, anstatt sich nur auf KI zu verlassen.