Der CEO als 'Hippie': Boll-Chef Thomas Boll (Bild: zVg)

Der Wettinger IT-Security-Distributor Boll Engineering verwandelte dieser Tage das Basler Bambusnest für das diesjährige Channel Happening in ein farbenfrohes Love-and-Peace-Festival. Unter dem Motto "Peace, Love & Boll" trafen sich zahlreiche Channel-Partner, Hersteller und Sponsoren im Sand der Messe Basel, um über die Zukunft der Cybersecurity und einen überraschenden Neuzugang im Management zu diskutieren.

Nachdem die Boll'sche IT-Gemeinde im Vorjahr noch die Goldenen Zwanziger in Zürich aufleben liess, führte die diesjährige Zeitreise des "Boll-Wanderzirkus'" zurück in die späten Sechzigerjahre. CEO Thomas Boll begrüsste die rundum im Hippie-Look erschienenen Gäste stilgetreu mit Fransenweste, psychedelischem Blumenhemd und langer Perücke. Trotz der ausgelassenen Festival-Stimmung, untermalt von der Woodstock Revival Band, schlug der CEO auf der Bühne auch ernste Töne an. Unsere heutige Zeit sei ebenso wie die Ära von 1969 von geopolitischen Unsicherheiten, veränderten Lieferketten und rasanten technologischen Fortschritten geprägt – Herausforderungen, denen die Branche mit modernen Sicherheitsarchitekturen begegnen müsse.

Im Zentrum des Fachprogramms standen die technologischen Trends, allen voran Künstliche Intelligenz. In seiner Keynote "AI, the Perfect Storm" zeigte Sebastiaan Bäck auf, wie KI-gestützte Cyberangriffe traditionelle Sicherheitsstrukturen überholen. Das klassische Security Operations Center (SOC) stösst laut Bäck an seine Grenzen; künftig müsse die Erkennung und Analyse von Bedrohungen direkt und in Echtzeit auf dem Endgerät (Endpoint) stattfinden. Für zusätzliche Unterhaltung und wissenschaftlichen Humor zwischen den tiefgründigen Tech-Themen sorgte der bekannte Kabarettist Vince Ebert.

Für das Highlight des Abends auf Unternehmensebene sorgte Thomas Boll mit einer persönlichen Ankündigung: Christophe Macherel übernimmt per 15. September die Position des Head of Sales bei Boll Engineering. Macherel, in der Schweizer ICT-Szene bestens bekannt (unter anderem als ehemaliger CEO von Aveniq), wird damit Nachfolger von Patrick Merz. Er soll künftig die Sales-Aktivitäten der Länderorganisationen enger verknüpfen und für den Firmengründer eine spürbare operative Entlastung bringen.

Mit Networking im Sand, Henna-Tattoos und guten Schwingungen im "Peace Circle" bot das Boll Channel Happening 2026 der Schweizer IT-Szene einmal mehr einen speziellen Mix aus Fachkompetenz und unbeschwerter Festival-Atmosphäre. Während die Partner die Eindrücke noch verarbeiten, dürfte hinter den Kulissen bei Boll bereits die Denkarbeit für das nächste kreative Branchen-Highlight im kommenden Jahr beginnen.

Impression vom Boll-Channel-Happening (Bild: zVg)
Impression vom Boll-Channel-Happening (Bild: zVg)