Symbolbild: Pixabay, Mcanden

Deutschlands grösster Softwarekonzern SAP und der grösste Krankenhausbetreiber Fresenius haben eine strategische Partnerschaft besiegelt. Gemeinsam wollen die beiden Dax-Konzerne künstliche Intelligenz verstärkt in den Klinikalltag integrieren – und damit Ärzte und Pflegepersonal entlasten. Konkret soll eine Plattform aufgebaut werden, die vernetzte und datengetriebene Gesundheitsprozesse ermögliche, gab Fresenius in Bad Homburg bekannt. Die mittelfristige Investition liegt demnach im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

"Wir machen Daten und KI zu alltäglichen Begleitern, die für Ärzte und Krankenhausteams sicher, einfach und skalierbar sind," konstatierte Fresenius-Chef Michael Sen. Damit schaffe man mehr Raum für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Und SAP-CEO Christian Klein erklärte: "Damit wollen wir gemeinsam neue Massstäbe für Datenhoheit, Sicherheit und Innovation im Gesundheitswesen setzen." Die Initiative ziele darauf ab, durch beschleunigte Prozesse und bessere Entscheidungsgrundlagen mehr Kapazitäten für die Patientenversorgung zu schaffen. Die finale Entscheidung über Behandlungen bleibe dabei stets bei den Ärzten.

Aktuell unterstützt KI Mediziner bereits bei der Krankheitserkennung und Entscheidungsfindung, besonders bei bildgebenden Verfahren für Radiologen. Das neue Projekt soll ein integriertes, erweiterbares und datenbasiertes digitales System etablieren.

Fresenius Helios ist Deutschlands grösster Klinikbetreiber. In mehr als 80 Krankenhäusern und rund 220 Medizinischen Versorgungszentren werden jährlich rund 5,5 Millionen Menschen hierzulande behandelt. Über die Tochtergesellschaft Quirónsalud ist das Unternehmen zudem in Spanien und Lateinamerika tätig.