Bild: Oracle

Oracle hat mit Java 25 eine neue Version der mittlerweile 30 Jahre alten Programmiersprache veröffentlicht - mit 18 JDK Enhancement Proposals (JEP). Im Fokus des Upgrades stehen Produktivität, KI-Integration, Sicherheit und Performance sowie ein erweiterter Supportzeitraum von acht Jahren.

Zu den Neuerungen in Java 25 zählen etwa Primitive Types in "Patterns" (JEP 507), womit sich "Pattern Matching" auch auf elementare Datentypen anwenden lassen soll. Dies sei relevant für rechenintensive Anwendungen wie KI-Inferenz, betont Oracle. Mit "Module Import Declarations" (JEP 511) soll weiters die Nutzung modularer Bibliotheken einfacher werden, und "Compact Source Files" (JEP 512) sollen die Einstiegshürden für Neulinge und Skriptautoren senken. "Flexible Constructor Bodies" (JEP 513) wiederum erweitern den Spielraum bei der sicheren Initialisierung von Objekten.

Auf der Bibliotheksebene werden unter anderem Parallelisierungsmodelle gestärkt, und im Bereich Sicherheit legt Oracle mit "PEM Encodings" (JEP 470) und einer "Key Derivation Function API" (JEP 510) nach. Letztere gilt als Vorbereitung auf eine Post-Quanten-Kryptografie. Sie soll die Bausteine für hybride Verfahren bereit stellen und Unternehmen bei der Umstellung auf eine quantensichere Verschlüsselung unterstützen.

Darüber hinaus sollen "Compact Object Headers" (JEP 519) den Speicherverbrauch in grossen Workloads senken. Aus dem Projekt "Leyden" stammen Verbesserungen bei "Ahead-of-Time-Profiling und -Caching" (JEP 514, JEP 515). Startzeiten sollen so kürzer ausfallen. Im Monitoring erweitert der "JDK Flight Recorder" seine Möglichkeiten um CPU-Zeit-Analysen (JEP 509), kooperative "Sampling-Methoden" (JEP 518) und detaillierte "Methodentraces" (JEP 520).

Oracle setzt mit Java 25 auch den Zyklus fort, alle zwei Jahre eine Long-Term-Support-Version (LTS) bereitzustellen. Für die neue Version ist ein Supportzeitraum von mindestens acht Jahren zugesagt worden. Das soll Unternehmen Spielraum für Migrationen einräumen und kontinuierliche Updates gewährleisten.

Oracle verweist auch darauf, dass von Universitäten angefangen über Java User Groups bis hin zu Framework-Herstellern zahlreiche Akteure am OpenJDK-Prozess partizipieren.