Der texanische IT-Riese Oracle mit Zentrale im texanischen Austin plant Medienberichten zufolge einen massiven Stellenabbau. Schätzungsweise könnte das Streichkonzert 20.000 bis 30.000 Jobs kosten. Hauptgrund sei die aggressive und teure Expansion in KI-gestützte Rechenzentren. Mit dem Abbau sollen 8 bis 10 Milliarden US-Dollar an Liquidität freigesetzt werden. Gelder, die benötigt würden, um die enormen Vorabkosten für die KI-Infrastruktur zu finanzieren, unter anderem für Projekte mit OpenAI.
Den Berichten nach könnten vor allem Teams der Oracle Cloud (OCI), Fusion ERP sowie Rechenzentrumstechniker und Projektmanager im KI-Bereich vom Abbau betroffen sein. Analysten von TD Cowen spekulieren zudem über einen möglichen Verkauf der Gesundheitstechnologie-Sparte Cerner, um weitere finanzielle Mittel zu generieren.
Das von Trump-Freund Larry Ellison, der noch immer als Executive Chairman und Chief Technology Officer (CTO) aktiv tätig ist, mitgegründete Unternehmen beschäftigte zuletzt weltweit rund 162.000 Mitarbeitende. Bislang hat sich der SAP-Konkurrent noch nicht offiziell zu den Entlassungsberichten geäussert.
Der Aktienkurs von Oracle ist seit seinem Hoch im September 2025 unter Druck geraten und verlor bis Anfang 2026 deutlich an Wert, da Investoren skeptisch auf die hohen KI-Investitionskosten blicken.
