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Dem südkoreanischen Online-Handelsriesen Coupang ist in New York ein ausgesprochen gutes Börsendebut geglückt. Der Eröffnungskurs der Aktie an der Wall Street lag mit 61,50 Dollar mehr als 81 Prozent über dem Ausgabepreis, was einer Unternehmensbewertung von 109 Milliarden Dollar entsprach. Damit nahm Coupang der Dating-App Bumble locker den Titel des grössten Börsengangs des Jahres in den USA ab. Überhaupt ist es der grösste IPO seit dem Börsengang von Alibaba im Jahr 2014.

Coupang wurde 2010 vom koreanisch-amerikanischen Milliardär Bom Suk Kim gegründet. Der Börsengang spült dem Konzern rund 4,6 Milliarden Dollar in die Kassen. Von dem erfolgreichen Debüt profitiert auch der japanische Technologieinvestor Softbank, der rund 35 Prozent an Coupang hält.

Der südkoreanische Onlinehändler mit Sitz in Seoul zählt wie viele andere Internet-Plattformen auch zu den grossen Nutzniessern des Bestell-Booms in der Coronavirus-Krise. Einen Namen hat sich Coupang zudem als eines der ersten Unternehmen gemacht, dass Lieferungen noch am Tag der Bestellung oder am darauffolgenden Tag offeriert. Firmenchef Kim will sich zunächst weiter auf den Erfolg im eigenen Land konzentrieren: "Wir fokussieren uns auf unseren Heimatmarkt." Coupang werde 50'000 neue Jobs schaffen, aber auch in Infrastruktur und Technologie investieren. Bereits jetzt kommt der Onlinehändler in Südkorea laut Euromonitor auf einen Marktanteil von fast 20 Prozent.

Coupang, das mit Coupang Eats auch einen Essenslieferdienst betreibt, konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz nahezu auf elf Milliarden Dollar verdoppeln. Den Verlust konnte der Riese im letzten Jahr um 26 Prozent auf rund 568 Millionen Dollar eindämmen.



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