Die niederländische Datenschutzbehörde (Autoriteit Persoonsgegevens) hat gegen den kalifornischen Online-Fahrdienstvermittler Uber wegen Verstössen gegen die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO die Rekordbusse von 825 Millionen Euro verhängt. Uber habe zwischen 2020 und 2022 Konten von Fahrern in Europa automatisiert gesperrt oder deaktiviert, ohne ausreichende menschliche Prüfungen oder Benachrichtigungen durchzuführen, heisst es zur Begründung.
Das Unternehmen mit Zentrale in San Francisco verletzte demnach die Informationspflichten sowie das Auskunftsrecht der Betroffenen über diese automatisierten Prozesse. Den Anstoss gaben Beschwerden von Fahrern aus Frankreich, die über die "Autoriteit Persoonsgegevens" (AP), also die nationale Datenschutzbehörde der Niederlande, die ihren Sitz in Den Haag hat, bearbeitet wurden, da Uber seinen europäischen Hauptsitz in den Niederlanden hat.
Uber hält die Geldstrafe für unverhältnismässig und will dagegen Berufung einlegen. Laut dem Fahrdienstvermittler bezog sich die Behörde auf Richtlinien aus der Vergangenheit, die so nicht mehr angewendet würden.
