Die ZHAW School of Engineering hat mit dem Quantum Lab eine neue Plattform lanciert, die institutsübergreifend an Quantenthemen arbeitet und die Forschung in diesem Bereich verstärken soll. Projektpartner sollen gemäss Mitteilung in der Quantenforschung künftig von der Expertise aus den einzelnen Instituten der ZHAW profitieren.
Konkret soll das Quantum Lab den Infos zufolge interdisziplinäre Kompetenzen aus den verschiedenen Instituten bündeln, um die Theorie aus Quantentechnologien anwenderorientiert in die Praxis zu bringen. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sollen Projekte im Quantenbereich von den Grundlagen bis zur Anwendung umgesetzt werden. Dabei gehe es um die gesamte Breite der Quantenforschung – von Software, Algorithmen und Data Science bis hin zu Physik, Optik, Mechanik und Embedded Systems, heisst es. Zu den Leistungen des Quantum Labs gehöre auch der vernetzte Zugang zu Quantenressourcen, etwa zu Quantencomputing-Zentren und Cloud-Angeboten. Das Quantum Lab stärke die Sichtbarkeit der Quantenthemen an der ZHAW und hilft Organisationen, rasch die passende Expertise zu finden, wird in der Mitteilung betont.
"Die Quantenforschung beschäftigt die ZHAW School of Engineering bereits seit einiger Zeit, jedoch gab es unter den Instituten nur wenig Zusammenarbeit in diesem Bereich. Mit dem Quantum Lab vereinen wir nun die Expertise aus vielen Richtungen der Quantenforschung", erläutert Pavel Sulimov, Leiter Plattform Quantum Lab. Von der ZHAW School of Engineering sind demnach das Institut für Informatik (InIT), Institut für Data Science (IDS), Centre for Artificial Intelligence (CAI), Institute of Computational Physics (ICP), Institut für Angewandte Mathematik und Physik (IAMP) und Institut für Mechanische Systeme (IMES) am Quantum Lab beteiligt.
Innerhalb der Plattform sollen praktische Quantencomputing-Lösungen entwickelt und experimentelle Quantentechnologien aufgebaut werden. Schwerpunkte liegen demnach unter anderem auf Quantensimulation, Quantum-Machine-Learning und quanten-numerischen Verfahren. In Forschungsprojekten werden Kooperationen mit dem Schweizer Quantum-Ökosystem und gewerblichen Plattformen, Aktivitäten rund um Quantencomputing und Informationsverarbeitung sowie Simulations-, hardware- und optiknahe Arbeiten angestrebt. "Die Herausforderung liegt aus unserer Sicht darin, den Vorteil von Quantentechnologien in spezifischen Anwendungsfällen von unseren Partnern zu finden", so Sulimov.
Die Ergebnisse aus dem Quantum Lab sollen auch in der Bildung an der ZHAW School of Engineering integriert werden. In bestehenden Studiengängen würden neue Module und Vertiefungen im Bereich Quantencomputing geschaffen und neue Weiterbildungsangebote sollen zertifizierte Kurse zu Quantentechnologien beinhalten, heisst es abschliessend.
