Der US-Streaming-Anbieter Netflix erwirtschaftete im vergangenen dritten Quartal 2025 einen Konzernumsatz von 11,51 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs um 17 Prozent gegenüber derselben Vorjahresperiode entspricht. Das Netto-Ergebnis stieg "nur" um etwa acht Prozent auf 5,87 Dollar je Aktie oder 2,55 Milliarden Dollar. Darin enthalten sei allerdings eine Zahlung von 619 Millionen Dollar an die brasilianischen Steuerbehörden, so Netflix. Analysten hatten mit einem Überschuss von etwa drei Milliarden Dollar gerechnet.
Das Netflix-Management geht davon aus, das der Steuerstreit mit Brasilien keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Ergebnisse haben werde, wie es in einem Brief an die Aktionäre heisst.
Für das laufende neue Quartal peilt der US-Konzern mit Zentrale im kalifornischen Los Gatos einen Umsatz von 11,96 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 5,45 Dollar je Aktie an. Als Gründe nannte das Unternehmen den Start der finalen Staffel von "Stranger Things" und die Live-Übertragung zweier Weihnachtsspiele der US-Footballliga NFL.
Auf das gesamte Jahr 2025 gesehen, würden die Erlöse voraussichtlich währungsbereinigt um 17 Prozent auf 45,1 Milliarden Dollar zulegen. Die operative Gewinnmarge werde jedoch wegen der Brasilien-Zahlung bei 29 Prozent statt der bisher angepeilten 30 Prozent liegen.
