Mozillas Chef Chris Beard zieht sich zurück

Sucht einen neuen Chef: Mozilla (Logo: Mozilla)
Sucht einen neuen Chef: Mozilla (Logo: Mozilla)

Der Firefox-Entwickler Mozilla sucht einen neuen Chef: Chris Beard, der die vergangenen fünf Jahre an der Spitze stand, kündigte seinen Rückzug zum Jahresende an. Sollte bis dahin kein Nachfolger gefunden worden sein, soll die einstige Chefin Mitchell Baker den Job kommissarisch übernehmen. Sie steht aktuell der übergeordneten Mozilla-Stiftung vor. Er freue sich darauf, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen, schrieb Beard in einem Blogeintrag am gestrigen Donnerstag.

Unter Beard setzte die Mozilla Corporation unter anderem darauf, die Privatsphäre der Nutzer unter anderem vor Tracking-Werkzeugen der Werbebranche zu schützen. Mozilla will zudem mit erweiterter Funktionalität punkten und bringt zum Beispiel den hauseigenen Passwort-Tresor unter dem neuen Namen Lockwise (bisher: Lockbox) auch auf Desktop-Computer. Insgesamt sollen mehr Dienste des Anbieters unter dem Markennamen Firefox gebündelt werden, um ihre Erkennbarkeit zu steigern. Das könnte den Weg zu neuen Einnahmen durch Abo-Modelle eröffnen. Eine zentrale Geldquelle von Mozilla sind bisher die Einnahmen von Google für die Nutzung der Suchmaschine in dem Browser.