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Der US-amerikanische Softwaregigant Microsoft streicht erneut Tausende von Stellen. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres wurde ein weiterer Abbau von rund 4.800 Mitarbeitern (etwa 2,1 Prozent der Belegschaft) bestätigt. Dies folgt auf frühere Kündigungswellen und Abfindungsangebote, die bereits Zehntausende Arbeitsplätze betroffen hatten.

Die Gründe für das Streichkonzert sind laut Konzern vielschichtig. So investiert der Konzern Hunderte Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. Um diese KI-Offensive und den Ausbau der Rechenzentren zu finanzieren, sollen an anderer Stelle Kosten gesenkt werden. Besonders hart trifft es den Gaming-Bereich. Dort stehen bis zu 20 Prozent der Jobs vor dem Aus, zudem werden mehrere Studios abgegeben, um die schrumpfenden Gewinnspannen im Hardware-Geschäft aufzufangen.

Neben der Unterhaltungssparte ist vor allem der kommerzielle Vertrieb betroffen. Microsoft passt demnach seine Ressourcen an, da die fortschreitende Technologie den Arbeitsalltag verändert, betont aber, dass die Stellen nicht direkt durch KI ersetzt würden.

Der DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ist indirekt, aber spürbar ebenfalls vom aktuellen Stellenabbau betroffen, da Microsoft die Kürzungen global über funktionale Abteilungen ansetzt, anstatt gezielt einzelne Länderbüros zu schliessen. Da Microsoft in den DACH-Ländern sehr grosse Vertriebs- und Beratungsteams für Unternehmenskunden unterhält, fallen hierzulande daher ebenfalls etliche Stellen weg.

Ein Teil der aktuellen Kündigungswelle entfällt auf die Tochtergesellschaft Linkedin, die auch in Metropolen wie München, Genf und Zürich Niederlassungen für den europäischen Markt betreibt. Die genauen, absoluten Mitarbeiterzahlen für die einzelnen Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz behält Microsoft bei solchen globalen Wellen in der Regel unter Verschluss.