Microsoft stampft Bezahldienst Wallet ein

Trauerflor auf der Microsoft-Webseite für die Wallet-App (Foto: bit.ly/2FOlaOd)
Trauerflor auf der Microsoft-Webseite für die Wallet-App (Foto: bit.ly/2FOlaOd)

Im Kampf um die Vorherrschaft bei mobilen Bezahl-Services über das Smartphone überlässt Microsoft den dominierenden Diensten Apple Pay und Google Pay das Feld und stellt seine Wallet-App nur noch bis Ende Februar dieses Jahres zur Verfügung. Das hat der US-Software-Konzern auf seiner Wallet-Webseite offiziell bekannt gegeben.

Experten hatten bereits zuvor Bedenken, ob sich der Dienst von Microsoft im stark umkämpften Haifischbecken der mobilen Bezahldienste gegen mächtige Player wie Apple und Google tatsächlich langfristig behaupten würde. Und dennoch bleibt ein Achtungserfolg: Denn die Software-Schmiede aus Redmond hatte es zumindest geschafft, einige namhafte Banken, wie die Bank of America oder PNC, als Partner auf die eigene Seite zu ziehen. Auch sollte die Chase-Bank an Bord geholt werden.

Ab dem 28. Februar 2019 dürfte es für Wallet-Nutzer in den USA, vor dem Hintergrund der kurzen Mitteilung zum Aus des Angebots, dann nicht mehr möglich sein, Zahlungen darüber entsprechend abzuwickeln. Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen den Service noch vor dem offiziellen Support-Ende von Windows 10 einstampft. Zum System: Master Card und Visa wurden integriert, andere wie Union Pay, JCB oder American Express fehlten aber - Apple Pay und Google Pay konnten hier jedoch punkten.
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