Logobild: Microsoft

Der US-amerikanische Software-Gigant Microsoft sprengt im Schlussquartal seines Fiskaljahres 2024/2025 dank boomender Cloud- und KI-Nachfrage erneut alle Erwartungen. Vor allem das Azure-Geschäft legte massiv zu. Konkret kletterte der Gesamtumsatz in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent (unter der Annahme konstanter Wechselkurse) auf 76,44 Milliarden Dollar. Die Konsensschätzung lag bei 73,89 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn je Aktie fiel mit 3,65 Dollar deutlich besser aus als von Analysten erwartet (3,37 Dollar). In Summe sprang der Gewinn um fast ein Viertel auf 27 Milliarden Dollar hoch.

Besonders stark zeigte sich der Bereich Intelligent Cloud, zu dem auch das Azure-Geschäft zählt. Der Umsatz in diesem Segment kletterte auf 29,88 Milliarden Dollar (Erwartung: 29,1 Milliarden Dollar). Azure und verwandte Dienste legten währungsbereinigt um 39 Prozent zu – erwartet wurden lediglich 34,2 Prozent. Damit setzt sich das KI-getriebene Wachstum unvermindert fort.

Auch der Bereich Productivity and Business Processes, in dem unter anderem Office und LinkedIn gebündelt sind, überzeugte voll und erzielte einen Umsatz von 33,11 Milliarden Dollar (Prognose: 32,14 Milliarden Dollar). Das Segment More Personal Computing kam auf 13,45 Milliarden Dollar (Konsens: 12,67 Milliarden Dollar).

Im Gesamtjahr 2024/25 verdiente Microsoft fast 102 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 282 Milliarden Dollar zu. Umsatz und Gewinn übertrafen die Erwartung der Experten deutlich. Der Konzern mit Sitz in Redmond im Bundesstaat Washington hat nach jahrelanger Geheimniskrämerei erstmals den Umsatz seiner Cloud-Plattform Azure öffentlich gemacht. Demnach brachte sie aufs gesamte abgelaufene Geschäftsjahr gesehen Erlöse von mehr als 75 Milliarden Dollar ein, was einem Plus von 34 Prozent entspricht. Der Aktienkurs der Redmonder schnellte im nachbörslichen US-Handel um fast neun Prozent nach oben.