Der Facebook-Mutterkonzern Meta Platforms hat auf seiner Entwicklerkonferenz Meta Connect die Katze aus dem Sack gelassen: Mit dem "Muse Charm" präsentiert der Internet-Riese ein dediziertes KI-Gadget, das frischen Wind in den Hardware-Markt bringen soll. Meta positioniert sich damit geschickt im Rennen um die Post-Smartphone-Ära – und könnte Konkurrenten wie OpenAI damit empfindlich treffen.
Von der Form her erinnert das handflächengrosse Gadget an die kultigen Tamogotchis der 1990er-Jahre oder eine futuristische Taschenuhr. Entworfen wurde es von Metas neuem Design-Labor unter der Leitung des ehemaligen Apple-Interface-Designchefs Alan Dye. Das Konzept setzt auf eine edle Optik und maximale Portabilität.
Ein rund zwei Zoll grosser Touchscreen visualisiert dabei den digitalen KI-Avatar "Jolly“. Eine integrierte 5G-Mobilfunkanbindung sorgt für Unabhängigkeit vom Smartphone. Weiters sind ein Mikrofon, Lautsprecher und zwei integrierte Kameras sind Bord. Was die Bedienung anbelangt, so aktiviert ein Fingerabdrucksensor im Gehäuse die Sprachsteuerung blitzschnell per Berührung.
Laut Meta-Chef Mark Zuckerberg richtet sich das Gadget gezielt an eine Zielgruppe, die keine datenverarbeitenden Smart Glasses im Gesicht tragen, aber dennoch sekundenschnellen Zugriff auf einen KI-Assistenten möchte. Nutzer können direkt mit dem KI-Agenten Muse sprechen, ohne erst ein Smartphone entsperren oder eine App öffnen zu müssen. Muse soll im Alltag Aufgaben wie das Verwalten von Mails, die Schnäppchenjagd im Netz oder Restaurant-Reservierungen übernehmen.
Zuckerberg betonte, dass persönliche KI-Systeme ("Personal Superintelligence“) die nächste grosse technologische Revolution seien. Für Meta sei das Gerät ein logischer Schritt, um seine eigenen KI-Modelle tief im Alltag der Nutzer zu verankern.
Das Gerät befindet sich laut Konzernangaben bereits in den letzten Zügen der Fertigstellung. Die Auslieferung ist für Dezember 2026 geplant – pünktlich zum Weihnachtsgeschäft. Details zu den genauen Verkaufspreisen und den ersten Launch-Ländern will Meta in den kommenden Wochen nachreichen.
