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Die Konzernmutter von Facebook, Instagram und Whatsapp, Meta, will sich künftig verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KKI) konzentrieren und dafür jede zehnte Stelle in ihrer verlustreichen Sparte Reality Labs streichen, die lange Zeit als Zukunft des Konzerns galt. Ein Sprecher des im kalifornischen Menlo Park domizilierten Internet-Giganten bestätigte einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach in einem ersten Schritt mehr als 1.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen.

Metas Geschäftssparte "Reality Labs" fuhr allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen operativen Verlust von gut 13 Milliarden Dollar ein. Dies bei lediglich 1,2 Milliarden Dollar Umsatz. Das Minus bewegte sich seit Jahren in solchen astronomischen Höhen. In Telefonkonferenzen zu Quartalszahlen fragten Analysten Konzernchef Mark Zuckerberg gelegentlich, ob es nicht an der Zeit sei, in dem Bereich den Rotstift anzusetzen. Er verwies jedoch darauf, dass Meta nicht riskieren wolle, potenzielles zukünftiges Geschäft zu verpassen.

In den vergangenen Monaten kristallisierte sich heraus, dass innerhalb der Reality Labs manche Bereiche besser liefen als andere. So war Meta etwa relativ erfolgreich mit Brillengestellen, die Kamera, Mikrofon und Lautsprecher haben und vom Design her herkömmliche Brille ähnlich sehen. Nach Vorstellung Zuckerbergs soll der Einsatz von KI den nötigen Kontext zum Umfeld der Nutzer liefern. Die Software sehe und höre dadurch alles, was auch die Menschen wahrnähmen. Bei einem neuen Modell fügte Meta auch ein kleines Display in einem der Gläser hinzu, um Informationen einzublenden.

Bloomberg zufolge sollen die Brillen sogar so gut laufen, dass Meta mit dem europäischen Brillenpartner Essilorluxottica - dem Eigentümer der Marke Ray Ban - eine Verdopplung der Produktionskapazitäten erwäge. So könnte die Kapazität bis Ende dieses Jahres auf 20 Millionen Stück oder mehr klettern, so die Nachrichtenagentur unter Berufung auf Insiderkreise.