Umfrage zeigt: Ohne KI keine Karriere (Symbolbild: HSO)

KI-Tools sind für die Mehrheit der Studierenden tägliche Begleiter. Eine Umfrage der Schweizer Wirtschafts- und Informatikschule HSO bei über 600 aktiven Studierenden zeigt: Wer KI beherrscht, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung – wer sie ignoriert, fällt zurück. Am meisten genutzt wird von den Studierenden gemäss der Studie AChatGPT (580 Nennungen), gefolgt von DeepL Write, Microsoft Copilot und Google Gemini.

Eingesetzt wird KI überall dort, wo Effizienz, Qualität und Geschwindigkeit zählen:
* für Recherche und Informationssuche (441 Nennungen),
* in der beruflichen Kommunikation (445),
* zur Lern- und Prüfungsvorbereitung (415),
* sowie für Ideenfindung und Brainstorming (391).

"Für unsere Studierenden ist KI längst Teil des beruflichen Alltags. Ein Werkzeug, das Arbeit effizienter, strukturierter und schneller macht", sagt Michael Segrada, Gesamtschulleiter des privaten Bildungsanbieters HSO. "KI ersetzt kein Fachwissen, aber sie entscheidet zunehmend darüber, wie produktiv und anschlussfähig jemand im Berufsalltag ist.

78 Prozent der Studierenden sind demnach überzeugt, dass KI die beruflichen Anforderungen bereits heute verändert hat. Für langfristige Wettbewerbsfähigkeit sei gezielte Weiterbildung unerlässlich. Damit wachse auch der Anspruch an Bildungsinstitutionen, KI-Kompetenzen systematisch, praxisnah und verantwortungsvoll zu vermitteln.

"KI Kompetenz ist kein freiwilliges Extra, sondern eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige berufliche Anschlussfähigkeit," hält Thomas Grosser, Leiter Studienmanagement, dazu fest.

Fast alle Befragten rechnen damit, dass KI Lernen und Arbeiten in den nächsten fünf Jahren grundlegend verändern werde. Gleichzeitig zeige die Umfrage ein reflektiertes Bild: KI-generierten Inhalten werde mehrheitlich mit moderatem bis hohem, aber nicht blindem Vertrauen begegnet. Kritisches Denken bleibe für die Studierenden zentral.

Die grössten Bedenken der Studierenden richten sich nicht gegen KI als Technologie, sondern gegen ihre gesellschaftlichen Folgen. An erster Stelle stehen Falschinformationen, gefolgt von der gezielten Manipulation durch Deepfakes. Deutlich seltener, aber weiterhin relevant, wird der mögliche Verlust von Arbeitsplätzen genannt.

"Die Ergebnisse zeigen eine bemerkenswerte Reife im Umgang mit KI", betont Segrada. "Die Studierenden sehen das enorme Potenzial – erwarten aber klare Regeln, Transparenz und Verantwortung. Genau hier sehen wir unsere Aufgabe als Bildungsinstitution."