Laut einer neuen Sonderauswertung des Software-Spezialisten DXC Technology waren in der Vergangenheit bereits zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz KI-basierten Cyber-Angriffen ausgesetzt - Tendenz steigend.
"KI verändert die Bedrohungslage grundlegend - Angriffe werden schneller, zielgenauer und schwerer zu erkennen. Dass der Mittelstand in der DACH-Region das ernst nimmt und Cyber-Sicherheit zur Investitionspriorität macht, ist die richtige Reaktion", so Matthias Bauhammer, Director, Data & AI, Manufacturing and Automotive bei DXC Technology.
Den befragten 147 Geschäftsführern und IT-Entscheidern zufolge zeigen sich jedoch Lücken in der Abwehr der Attacken. 27 Prozent der Firmen bieten ihrem Personal keine regelmässigen IT-Security-Schulungen an. Jedem vierten Mittelständler fehlt ein aktuelles Sicherheitslagebild. Und 22 Prozent haben noch keinen Notfallplan für Hacker-Angriffe erstellt.
In jedem Fall besteht Handlungsbedarf - und das nicht erst seit gestern. Laut einer Umfrage von 2025 des Spezialisten für digitale Identität, Signicat, erkennen zwar über 76 Prozent der rund 1.200 interviewten Entscheidungsträger in Unternehmen die wachsende Bedrohung durch KI bei Betrug. Doch haben nur 22 Prozent bereits damit begonnen, KI-gesteuerte Massnahmen zur Prävention zu implementieren.
59 Prozent der Mittelständler planen indes, mehr oder sehr viel mehr in Cyber-Scherheit und Datenschutz zu investieren - damit ist es das Technologiefeld mit dem höchsten Anteil an Unternehmen, die ihre Ausgaben deutlich steigern wollen. 29 Prozent wollen sehr viel mehr investieren, 30 Prozent mehr als bisher. Ein weiteres Drittel bleibt auf dem Ausgabenstand.
"Investitionsbereitschaft allein schützt kein Unternehmen. Wer Millionen in neue Technologien steckt, aber keinen Notfallplan in der Schublade hat, baut auf einem unsicheren Fundament. Die Grundlagen müssen stimmen - erst dann entfaltet auch die nächste Generation der Cyberabwehr ihre Wirkung", unterstreicht Bauhammer abschliessend.
