KI checkt Öffnungskräfte peelbarer Verpackungen

'Pack Peel Scan' überprüft Öffnungskräfte peelbarer Verpackungen (Foto: IVV)
'Pack Peel Scan' überprüft Öffnungskräfte peelbarer Verpackungen (Foto: IVV)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) haben mit "Pack Peel Scan" ein neues Messgerät zur Prüfung peelbarer Verpackungen entwickelt. Ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz (KI), ermöglicht es die effiziente Messung sogenannter Easy-Opening-Verpackungen. Die Öffnungskräfte thermogeformter, peelbarer Verpackungen lassen sich so normgerecht erfassen und überprüfen.

Laut den Dresdner Wissenschaftlern verfügt "Pack Peel Scan" über eine maschinelle Lernmethode, die zur Prognose und Vermeidung von Prozessfehlern dient. Das potenzielle Anwendungsspektrum für das Gadget ist gross: "Pack Peel Scan kann als externes Messgerät in der Produktion von peelbaren Verpackungen für Lebensmittel, Medizinprodukte etc. eingesetzt werden. Es erfasst normgerecht Öffnungskräfte von Schalen- und Folienverpackungen. Gemessen werden Öffnungskraft und Öffnungswegverläufe. Indem die Anrisskräfte mit den Richtwerten für leicht zu öffnende Verpackungen abgeglichen werden, gibt das Gerät eine Aussage darüber, ob die Verpackung auch tatsächlich easy-to-open ist."

Die Nahtqualität lässt sich den Experten nach direkt während der Herstellung bewerten. Mit der flexiblen Anpassung der Packungskontur und -höhe liessen sich beliebig geformte Verpackungen sicher einsetzen, effizient messen und überprüfen. Zusätzlich wertet eine KI die aufgezeichneten Kraftverläufe aus und identifiziert mögliche Fehler im Siegelprozess. Neben dem Betrieb als autarkes Prüfgerät kann ein integriertes Bediener-Assistenzsystem auf Basis von maschinellem Lernen zur Störungsursachendiagnose genutzt werden. Die Daten zu spezifischen Öffnungskraftverläufen werden durch maschinelle Lernmethoden auch zur Prognose von Prozessfehlern genutzt - was nützlich für Maschinenbediener ist.