Elon Musk (Foto: Steve Jurvetson/CC BY-SA 2.0)

In einer unerwarteten Kehrtwende hat Elon Musk die kartellrechtliche Klage gegen Apple beigelegt. Wie aus eingereichten Gerichtsunterlagen eines Bundesgerichts in Texas hervorgeht, beantragten Musks Unternehmen xAI und X Corp, das Verfahren gegen den Smartphone-Riesen freiwillig und endgültig einzustellen. Details zu einer möglichen Einigung oder den genauen Gründen für den Rückzieher wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Musk hatte Apple und dem ChatGPT-Entwickler OpenAI im vergangenen Jahr vorgeworfen, wettbewerbswidrige Allianzen zu bilden, um ihre Vormachtstellung auf dem Markt für künstliche Intelligenz zu sichern. Kern des Streits war Apples Integration von ChatGPT in das KI-System "Apple Intelligence". Musk argumentierte, Apple halte ein Monopol bei Smartphones und dränge Konkurrenten ab, während sein eigener KI-Chatbot Grok im App Store gezielt benachteiligt werde. Apple hatte die Vorwürfe stets als spekulativ zurückgewiesen und betont, dass die Partnerschaft mit OpenAI keineswegs exklusiv sei.

Der Rückzug kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt, da das Gericht die Klage erst vor wenigen Monaten zugelassen und die Beweisaufnahme eingeleitet hatte. Beobachter weisen zudem darauf hin, dass Apple kurz vor Musks Entscheidung eine neue, intern verbesserte Version seiner Sprachassistenz Siri in den USA veröffentlichte, die unter anderem auf Googles KI-Modell Gemini basiert.

Während Apple somit aus dem Schneider ist, ist der Rechtsstreit für OpenAI noch lange nicht vorbei. Musk, der eine jahrelange Fehde gegen OpenAI-Chef Sam Altman führt, hält an den schweren Vorwürfen gegen das KI-Startup fest. Das Verfahren wegen mutmasslich wettbewerbswidrigen Verhaltens wird unvermindert fortgesetzt.