Kanton Thurgau baut Open Government Data aus

Symbolbild: Fotolia/Billion Photos
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Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat die zweite Umsetzungsphase für den Aufbau eines Open Government Data-Angebots in der Kantonalen Verwaltung Thurgau freigegeben. Nach der Pilotphase soll nun das Angebot auf geeignete Daten der gesamten kantonalen Verwaltung ausgedehnt werden, heisst es in einer Aussendung dazu.

Open Government Data (OGD) sind Verwaltungsdaten, die der Öffentlichkeit zur freien Nutzung, Weiterverarbeitung und Weiterverwendung zugänglich gemacht werden. Dabei sollen Zugang und Nutzung möglichst einfach sein. Deshalb werden die Daten kostenlos und in offenen und maschinenlesbaren Formaten zur Verfügung gestellt.

Als einer der ersten Kantone hat der Kanton Thurgau bereits im Sommer 2017 Behördendaten gemäss den Anforderungen von OGD auf dem OGD-Datenportal des Bundes (opendata.swiss) publiziert. Vorerst war das Angebot auf Daten von drei Ämtern beschränkt. Als OGD publiziert wurden beispielsweise Daten der amtlichen Vermessung, Neophyten-Standorte oder Resultate der kantonalen Abstimmungen.

Die Erfahrungen mit OGD seien positiv, heisst es in der Mitteilung. Seit Beginn der ersten Umsetzungsphase habe OGD zudem schweizweit rasch an Bedeutung gewonnen – sowohl beim Bund als auch auf Ebene der Kantone und Gemeinden. Deshalb soll OGD im Thurgauischen nun über den Kreis der drei Pilotämter ausgedehnt werden und geeignete Daten der gesamten kantonalen Verwaltung als Open Data freigegeben werden.

Die Erschliessung geeigneter Datenbestände geschieht demnach schrittweise. Zunächst sollen Daten freigegeben werden, bei denen dies mit geringem Aufwand möglich sei. Nach und nach sollen weitere Daten publiziert werden. Ausgeschlossen von einer Veröffentlichung als OGD seien personenbezogene Daten sowie Datenbestände, deren Freigabe nicht im allgemeinen Interesse liege oder die Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse enthielten.

Daten werden nach Ansicht des Regierungsrat zunehmend zu Treibern von Innovation und Wirtschaftswachstum. Auf Basis von offenen Daten könnten innovative Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Ohnehin vorhandene Daten der kantonalen Verwaltung würden durch die Öffnung mehrfach und für verschiedenste Zwecke genutzt. Die Öffnung von mit Steuergeldern finanzierten Datenbeständen fördere darüber hinaus die Transparenz der Verwaltung und eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit und der Wirtschaft, heisst es.