Kampfansage gegen Airbnb in Paris

Logo: Airbnb
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Für Airbnbn, die Internet-Plattform zur Vermietung privater Wohnräume, sind in Europas Grossstädten wie etwa Berlin, Amsterdam und Madrid die Regeln für zuletzt deutlich verschärft worden. In Wien wurde über Vermieterdaten gestritten, auch in New York und Paris, zwei der lukrativsten Standorte, gibt es seit Jahren Konflikte. Aus der französischen Hauptstadt kommt nun eine klare Kampfansage an Airbnb.

So zieht die Stadt gegen den US-Unterkunftsvermittler vor Gericht und verlangt nach eigenen Angaben eine "Rekordstrafe" in zweistelliger Millionenhöhe. "Illegale Touristenunterkünfte, die die Mietpreise erhöhen und die Bewohner belästigen: Es reicht! Ich habe beschlossen, die Websites zur Verantwortung zu ziehen", teilte die Bürgermeisterin Anne Hidalgo via Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Airbnb riskiert eine Geldstrafe von 12,5 Mio. Euro", schrieb Hidalgo weiter.

Privatleute, die in der französischen Hauptstadt gelegentlich Zimmer oder Wohnungen über Plattformen wie Airbnb vermieten, brauchen eine Registrierungsnummer von der Stadtverwaltung. Die maximale Vermietungsdauer beträgt 120 Tage. Hidalgo wirft dem Konzern nun vor, 1.000 nicht registrierte Wohnungen auf seiner Seite anzubieten – auf jedes nicht legale Angebot entfalle eine Strafe von 12.500 Euro.

Airbnb will die Anschuldigungen nicht gelten lassen: Nach eigenen Angaben habe man die Vermieter in Paris weitgehend über die aktuellen Vorschriften informiert. "Dennoch behaupten wir, dass die in Paris erlassenen Vorschriften, von denen jeder fünfte Pariser betroffen ist, ineffektiv und unverhältnismässig sind und gegen die europäischen Vorschriften verstossen“, hiess es in einer Stellungnahme.

Dagegen betonte Bürgermeisterin Hidalgo gegenübere der Zeitung "Le Journal du Dimanche": "Ich habe nichts gegen Pariser, die ihre Unterkünfte ein paar Tage im Jahr vermieten, um über die Runden zu kommen." Das Problem seien Besitzer, die das ganze Jahr über Wohnungen an Touristen vermieten, ohne sie anzumelden. Plattformen wie Airbnb würden sich zu „Komplizen“ machen. Deshalb werde die „Rekordstrafe“ nun gefordert.

Unter Verweis auf die Wohnungsknappheit in Paris bemüht sich das Rathaus schon länger, die Vermietung über Onlineplattformen stärker zu regulieren. Bereits im April 2018 war Paris gegen Airbnb und die Plattform Wimdu rechtlich vorgegangen und hatte sie per Eilverfahren dazu aufgefordert, Anzeigen ohne Registrierungsnummer nicht mehr zu veröffentlichen.