Möglicher Tim-Cook-Nachfolger bei Apple: John Ternus (Bild: Apple)

Bei der iPhone-Erfinderin Apple steht ein historischer Führungswechsel im Raum. Nachdem Tim Cook seit über einem Jahrzehnt die Geschicke des kalifornischen IT-Giganten bestimmt, kristallisiert sich immer mehr John Ternus, Senior Vice President of Hardware Engineering, als Favorit für die Nachfolge Cooks heraus. Dies umso mehr, als Betriebschef Jeff Williams, angekündigt hatte, den Konzern zum Jahresende zu verlassen, womit ein möglicher gewichtiger Konkurrent für den hochdotierten Posten wegfällt.

Ein Wechsel steht aber nicht nur an der obersten Spitze an, sondern darüber hinaus soll Services-Chef Eddy Cue künftig zusätzlich die Verantwortung für Apples Health- und Fitness-Teams übernehmen. Diese strategischen Verschiebungen deuten darauf hin, dass Apple seine Organisation für die nächste Wachstumsphase rüstet.

Marktanalysten blicken mit grossen Erwartungen dem 30. Oktober entgegen, denn dann präsentiert Apple seine Ergebnisse für das vierte Quartal. Prognostiziert wird ein Gewinn je Aktie von 1,74 Dollar, was einem Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem selben Vorjahresquartal entspräche. Beim Umsatz gehen die Marktgurus von rund 101,27 Milliarden Dollar aus.

Grosses Augenmerk gilt dabei den iPhone-Verkäufen und dem Fortschritt bei der KI-Integration. Während einige Börsianer bereits "starke frühe Nachfragesignale" für kommende iPhone-Modelle sehen, warnen andere vor zu optimistischen Prognosen. Jedenfalls gibt sich die Analystengemeinde gespalten, ist aber überwiegend positiv gestimmt.

Was allgemein Sorgen bereitet, sind die verlängerten Upgrade-Zyklen: UBS-Umfragen zufolge nutzen US-Kunden ihre iPhones mittlerweile bereits 35 Monate, bevor sie auf neue wechseln. Dies könnte das Tempo des Wachstumsmotors ins Stottern bringenn.