Arbeitsalltag: Ohne KI-Unterstützung läuft fast nichts mehr (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland könnte seine Arbeit ohne KI-Tools nicht mehr ausführen. Weitere 19 Prozent hätten ohne KI nicht genügend Zeit, um ihre täglichen Aufgaben zu erledigen. Vor allem grössere Unternehmen mit 250 bis 999 Mitarbeitern sind betroffen. Zu dem Schluss kommt der Ingenieurs-, Technologie- und Beratungsdienstleister Expleo. In Österreich und der Schweiz dürften die Verhältnisse ähnlich gelagert sein.

"In vielen Unternehmen ist KI bereits Teil der betrieblichen Infrastruktur. Fällt sie aus, geht es nicht mehr um Effizienz, sondern darum, die Handlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Die Frage ist also nicht mehr, ob Unternehmen KI einsetzen sollten, sondern welche Geschäftsprozesse ohne KI überhaupt noch funktionieren würden", so Yusuf Erdoğan, Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland.

31 Prozent der Gesellschafter geben an, dass ihre Arbeit ohne KI deutlich komplizierter wäre. Das ist der höchste Wert aller Hierarchiestufen. Nur acht Prozent der C-Level-Manager sagen, dass ein KI-Wegfall keinen Unterschied machen würde. Im mittleren Management sind es mit 23 Prozent nahezu dreimal so viele. Expleo befragt jeden Monat Beschäftigte, Führungskräfte und Unternehmensinhaber in Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und Irland.

28 Prozent der Beschäftigten in Deutschland erwarten ohne KI deutlich mehr Stress im Arbeitsalltag. Dieser Wert ist höher als in Grossbritannien (22 Prozent), Irland (20 Prozent) oder Frankreich (19 Prozent). Gleichzeitig ist der Anteil der Beschäftigten, die keinen Unterschied bemerken würden, mit zwölf Prozent besonders gering. Ganz anders in Grossbritannien. Dort sagt knapp jeder Dritte: "Das würde keinen Unterschied machen."

Obgleich zwei Drittel der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland KI-Tools positiv gegenüberstehen, fürchtet mehr als die Hälfte eine Datenverarbeitung in den Vereinigten Staaten oder China. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des Digitalisierungsspezialisten Ionos.