Informations- und Unterhaltungsangebote beliebteste Webinhalte der SchweizerInnen

Symbolbild: Fotolia/AR130405
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Das weltweite Net ist 30 Jahre alt geworden. 36 Prozent der SchweizerInnen sind der Ansicht, dass das Positivste daran die neue Art zu arbeiten ist. Ein Drittel der Befragten sehen das Beste im Internet in der Vernetzung der Menschen, gleichauf mit neuen Bildungs- und Lernangeboten sowie damit, dass das Leben schlicht einfacher geworden sei. Dies geht aus einer aktuellen Studie von Cisco anlässlich des runden Geburtstages des Web hervor. Dabei hätte ein Drittel der Befragten (33 Prozent) nicht erwartet, dass das Internet wirklich so viele Vorteile bringt.

Am meisten profitiert vom Internet hat gemäss den Umfrageresultaten in den letzten 30 Jahren die Unterhaltungsbranche (42 Prozent). Das Internet hat zudem auch der Finanzindustrie stark genutzt, denken 37 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. In Zukunft erwarten sie die grössten Vorteile in den Bereichen Gesundheitswesen (32 Prozent) und in der Weiterbildung (30 Prozent). Die meisten SchweizerInnen wünschen sich dabei auch, dass das Internet in den nächsten 30 Jahren mehr als alles andere einen besseren Zugang zu Bildungsangeboten bietet (59 Prozent).

Gemäss der Umfrage verwenden die SchweizerInnen das Internet hauptsächlich, um aktuelle Informationen abzurufen (75 Prozent), sich unterhalten zu lassen (67 Prozent) sowie in Kontakt mit Familienmitgliedern und Freunden zu bleiben (65 Prozent). Aber auch die Arbeitswelt hat es stark beeinflusst – für die Über-55-Jährigen (59 Prozent) sogar mehr als für die 16-24-Jährigen (49 Prozent). Das könne aber auch daran liegen, dass die Jüngeren den Einfluss gar nicht mehr richtig wahrnehmen, da sie eine Welt ohne Internet nicht mehr kennen, so die Studienautoren. Das werde gestützt von der Aussage, dass 44 Prozent der über 50-Jährigen glauben, dass Menschen, die vor dem Internet geboren wurden, eine bessere Wertschätzung für seine Vorteile haben, was hingegen nur 30 Prozent der 16- bis 24-Jährigen denken.

Die vier Phasen des Internets

Im März 1989 erstellte Tim Berners-Lee seinen Vorschlag für ein globales Hypertext-System, das er ein Jahr später "World Wide Web" nannte. 1989 hatte das WWW damit als die erste grosse Anwendung eine neue Ära des Internets eingeläutet. Darauf folgten laut Cisco vier Phasen:

  • Konnektivität: Die Online-Vernetzung ermöglicht einen digitalen Zugriff auf Informationen.
  • Vernetzte Wirtschaft: Geschäftsprozesse werden digitalisiert und führen zu E-Commerce und vernetzten Lieferketten.
  • Alltags-Nutzung: Soziale und geschäftliche Kontakte werden digitalisiert sowie per Social Media und mobil genutzt.
  • Digitalisierung: Objekte werden digitalisiert sowie mit Menschen, Prozessen und Daten vernetzt.

Die aktuelle Entwicklung des Internets wird europaweit dazu führen, dass sowohl der Datenverkehr als auch die Anzahl der vernetzten Geräte weiterhin stark ansteigen. Das bestätigt der jährliche Cisco Visual Networking Index (VNI). Das Internet der Dinge (IoT) und damit automatisierte Verbindungen zwischen Geräten und Maschinen – sogenannte M2M-Verbindungen – gewinnen weiterhin an Bedeutung und M2M-Module werden in Westeuropa bis 2022 63 Prozent aller Geräte mit Netzwerkverbindung ausmachen. Allein der mobile Datenverkehr wird sich zwischen 2017 und 2022 in Westeuropa auf 61,4 Exabyte verfünffachen.

Zur Studie:
Die Studie für Cisco wurde vom 1. bis 6. März 2019 von Opinion Matters online durchgeführt. Daran nahmen 1’004 Personen aus der Schweiz teil. Opinion Matters ist beim Information Commissioner's Office registriert und steht in vollem Einklang mit dem Data Protection Act (1998).

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