Automatisierung in der Industrie: Umsätze werden bis 2030 steigen (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Bis 2030 werden rund 50 Prozent der Umsätze im Bereich industrieller Automatisierung auf KI-basierten Angeboten beruhen. Die Wertschöpfung verschiebt sich damit in Richtung Software, Daten und Künstliche Intelligenz (KI). Zu dem Fazit kommt die Studie "Industrial Automation: From Control to Intelligence" der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company.

"Mit der wachsenden Bedeutung von Software, Daten und intelligent vernetzten Geräten müssen in der industriellen Automatisierung tätige Unternehmen ihre Differenzierungsstrategien neu bewerten und weiterentwickeln. Gleichzeitig gilt es zu klären, wo sie Skaleneffekte und Führungspositionen erreichen und an welchen Stellen sie langfristig Wert schöpfen können", so Adrien Bron, Bain-Partner und Co-Autor der aktuellen Analyse.

Bis 2030 werden der Bain-Studie zufolge nahezu 60 Prozent des zusätzlichen Wachstums in der industriellen Automatisierung aus vertikal spezialisierten Lösungen stammen, die auf einzelne Branchen zugeschnitten sind. Für Lebensmittel- und Getränkehersteller stehen beispielsweise Rückverfolgbarkeit und Hygiene im Fokus. Batterie- und Automobilhersteller priorisieren hingegen Fertigungseffizienz, Durchsatz und flexible Produktionsumstellungen.

Mit der zunehmenden Verfügbarkeit kontinuierlicher, datengetriebener Intelligenz verschiebt sich die Wertschöpfung laut Studie von punktuellen Einzellösungen hin zu langfristigen, am Produktlebenszyklus orientierten Geschäftsmodellen. Firmen würden Partner bevorzugen, die über die Inbetriebnahme ihrer Produkte hinaus eingebunden bleiben und die Leistung in Anlaufphase, Betrieb und Optimierung kontinuierlich verbessern, heisst es weiter.

Vernetzung, KI und nicht zuletzt auch Automatisierung führt laut Planet-Industrial-Excellence-CEO Jane Enny van Lambalgen künftig zudem zu menschen­leeren Fabriken, in denen Roboter rund um die Uhr arbeiten. In Bezug auf den Standort Deutschland zum Beispiel könnten diese "Geister-Fabriken" der Unternehmensberaterin nach die Deindustriali­sierung Deutschlands aufhalten und den Arbeitskräftemangel längerfristig kompensieren.