Immer mehr Millennials im Handy-Dauerstress

Symbolbild: Fotolia/Pixerain
Symbolbild: Fotolia/Pixerain

Sechs von zehn britischen Millennials können sich nicht mehr entspannen, weil sie ihr Smartphone unaufhörlich bedienen. Das zeigt eine Befragung des Marktforschungsunternehmens One Poll. Die Umfrage hat auch ergeben, dass neun von zehn erwachsenen Nutzern ihr Handy regelmässig kontrollieren, selbst wenn keine neuen Nachrichten eingetrudelt sind.

Für die Untersuchung wurden 2.000 Briten im Alter ab 18 Jahren befragt. Der Smartphone-Stress ist laut der Erhebung so gross, dass mit 46 Prozent fast die Hälfte der Befragten den Wunsch hegt, diese Geräte seien niemals entwickelt worden. 62 Prozent empfinden das moderne Leben mit der üblichen Online-Erreichbarkeit als stressig. Und zehn Prozent geben zu, dass es ihnen schwerfällt, zehn Minuten am Stück nicht auf ihr Handy zu schauen.

Die Millennials unter ihnen sagen, im Schnitt lediglich sieben Stunden pro Woche beziehungsweise eine Stunde pro Tag zu entspannen, weil sie in der übrigen Zeit permanent ihre Smartphones auf neue E-Mails, Texte, Tweets und andere Inhalte kontrollieren. Ältere User bezifferten ihre Entspannungszeit ohne Handy in der Umfrage auf durchschnittlich 90 Minuten pro Tag.

"Entspannung ist sehr wichtig", kommentiert ein Sprecher des Unternehmens Treatwell, das die Umfrage in Auftrag gegeben hat und eine App für Buchungen von Frisör- und Beauty-Terminen betreibt. Allerdings würden viele Menschen solche Phasen im Alltag hintanstellen. Die Möglichkeiten mobiler Devices führten dazu, auch in relaxten Momenten erreichbar zu sein.

In diesem Zusammenhang ist eine weitere Erhebung von One Poll alarmierend, die von der britischen Optikerkette Scrivens in Auftrag gegeben wurde. Demnach hat speziell die zunehmende Bildschirm-Nutzung auf PCs, Tablets und Smartphones bei Kindern und Jugendlichen zu einer eklatanten Zunahme von Sehschwächen geführt. So müsse eine solche mittlerweile bei knapp 35 Prozent der 13- bis 16-Jährigen korrigiert werden - fast doppelt so häufig wie 2012.