Die Berliner Future-Tech-Messe IFA (Innovation for all), die bis 2004 "Internationale Funkausstellung" hiess, zog dieses Jahr mehr als 220.000 Besucher an, was gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Plus bedeutet. Zum Hundert-Jahr-Jubiläum 2024 kamen etwa 215.000 Leute auf das Messegelände unter dem Berliner Funkturm. Auch bei den Ausstellern konnte die IFA mit rund 1.900 gegenüber den 1.800 im Vorjahr leicht zulegen.
"Die IFA hat 2025 wieder gezeigt, wie eng Technologie, Handel und Kultur heute miteinander verbunden sind. Wir sind stolz, dass die IFA auch in diesem Jahr zum Treffpunkt der internationalen Tech-Welt geworden ist und wir neue Massstäbe für internationale Zusammenarbeit setzen", zog Leif Lindner, CEO der IFA Management, ein positives Resümee. Die IFA baue Brücken und stehe für Innovation, Connectivity, Networking und Weltoffenheit.
Lindner sieht damit auch das "neue IFA-Konzept“ bestätigt. Dies zeige sich auch daran, dass zahlreiche Aussteller bereits jetzt ihre Teilnahme für 2026 zugesagt hätten. Allerdings wurde für viele Besucher augenfällig, dass auf der CE-Schau viele grosse IT-Konzerne durch Abwesenheit glänzten. Während klassische IT-Produkte wie Notebooks, Monitore, Drucker und PC-Zubehör auf der IFA nur noch Mangelware sind, gewinnt das Segment der (smarten) Haushaltsgeräte immer mehr an Bedeutung. Die IFA-Macher hegen offenbar zwar Ambitionen, die IT-Firmen auf die Messe zurückzuholen, doch die Herstellerkreise signalisieren, dass die Angebote und Preisvorstellungen der IFA-Betreiber nicht "attraktiv genug" seien.
Dass die IFA dennoch ein wichtiger Impulsgeber für den CE-Handel ist, ist unbestritten. "Für die globale Consumer & Home Tech Branche ist und bleibt die IFA der wichtigste Treffpunkt des Jahres", streicht Sara Warneke, Managing Director der GFU Consumer & Home Electronics, hervor.
Die nächstjährige IFAA geht vom 4. bis 8. September wieder auf dem Berliner Messegelände über die Bühne. Bereits im Vorfeld der diesjährigen CE-Schau konnten sich die Veranstalter und die Messe Berlin über einen weiteren Verbleib der IFA in der Hauptstadt Deutschlands bis mindestens 2034 einigen.
