Logobildquelle: IBM

Der IT-Dienstleistungsriese IBM mit Zentrale in Armonk im US-Bundesstaat New York legte im zweiten Quartal umsatzmässig laut vorläufigen Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar zu. Big Blue gab dies überrascheend nach Vorlage von vorläufigen Quartalszahlen bekannt. Analysten hatten hier deutlich mehr erwartet, nämlich 17,86 Milliarden Dollar. In der Folge erlebte die IBM-Aktie zunächst einen massiven Kurseinbruch von über 20 Prozent.

Dabei kletterten die Erlöse mit Software um 5 Prozent. Der Umsatz mit Infrastruktur ging jedoch um 7 Prozent zurück. Ein herber Rückschlag. Hier lag das Hauptproblem, da das sonst starke Geschäft mit den z17-Mainframes schwächelte. Der bereinigte Gewinn je Aktie zog um fünf Prozent auf 2,93 Dollar an.

Laut einem Brief von CEO Arvind Krishna an die Aktionäre kamen mehrere Faktoren zusammen. So hätten Kundenunternehmen ihre IT-Budgets in den letzten Juniwochen extrem kurzfristig in Richtung KI-Hardware (Server, Speicherkomponenten) verlagert, um sich vor drohenden Preissteigerungen abzusichern. Dadurch fehlte Geld für IBM-Software. Krishna räumte auch ein, dass das Vertriebsteam nicht agil genug reagiert habe und zahlreiche geplante Grossverträge nicht rechtzeitig zum Quartalsende abgeschlossen werden konnten. Weiters hätten akute IT-Sicherheitsfragen im Markt Kunden zusätzlich abgelenkt und Investitionsentscheidungen verzögert.