HPE forciert seine composable Strategie (Bild: zVg)

Der US-IT-Riese Hewlett Packard Enterprise (HPE) mit Sitz im kalifornischen Palo Alto und Schweizer Zentrale in Dübendorf läutet mit der Ankündigung einer offenen und hybriden Composable-Cloud-Plattform die nächste Phase seiner Composable-Strategie ein. Mit dem neu lancierten integrierten Software-Stack sollen Unternehmen auf eine grosse Auswahl an Public und Private Clouds zugreifen und dabei von derselben Geschwindigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit profitieren können, die sie von Public-Cloud-Anbietern gewohnt sind, verspricht HPE. Ermöglicht werden soll dies durch KI-gesteuerten Betrieb mit HPE Infosight, intelligente Speicherfunktionen und ein Fabric-Netzwerk, das speziell für Composable-Umgebungen entwickelt worden sei.

Mit dem neuen Cloud-Stack erweitert HPE die Auswahl an IT-Infrastrukturbausteinen, die ein Unternehmen für eine Composable Cloud nutzen kann. Neben die Composable Cloud for Synergy treten nun Rack-Server in Form der neuen Lösung Composable Cloud for Proliant DL sowie das HCI-System (Hyper-Converged Infrastructure) Simplivity mit Composable Fabric. Dies erlaube es, alle Arten von Workloads und Services über alle Cloud-Plattformen hinweg zu kombinieren.

Das per Oneview verwaltete Fabric-Netzwerk, das man speziell für Composable-Umgebungen entwickelt habe und ursprünglich als Bestandteil der HPE-eigenen Composable-Infrastructure-Plattform Synergy eingeführt wurde, ist laut Mitteilung nun für das gesamte Rechenzentrum verfügbar. Damit könne eine IT-Abteilung wie ein Hyperscaler agieren.

Mit Composable Cloud for Pro,iant DL sollen Administratoren ihre Infrastruktur in Echtzeit skalieren können, ohne über spezielle Netzwerkkenntnisse zu verfügen. Ziel sei es hier, Cloud-Umgebungen und Workloads in Minutenschnelle zu kombinieren, und dies mit einheitlicher Verwaltung der Kosten wie auch der Nutzung von lokalen und Public-Cloud-Ressourcen, so das Silicon-Valley-Urgestein. Die Lösung ist den Angaben gemäss für Cloud-native Workloads und Rack-Umgebungen mit Template-basierter Automation optimiert. Für die Cloud-Stack-Bereitstellung und die Automation unterstütze das System zunächst Red Hat Openshift und VMware.

Dem Management der Software-Defined-Infrastruktur und der Workflow-Automatisierung dient Oneview. Damit, so HPE, könne man innerhalb weniger Minuten Private Clouds aufsetzen und skalieren. Ebenso sei es möglich, Bare-Metal-Ressourcen als Service automatisch bereitzustellen. Für den Überblick über die Kosten sorge dabei die SaaS-Management-Lösung Onesphere.

Im Betrieb stützt sich die Umgebung auf die künstliche Intelligenz der Infosight-Software. Vorausschauende Wartung (Predictive Analytics) und kontinuierliches Lernen sollen es erleichtern, die Umgebung laufend zu optimieren. Die Composable Fabric ermögliche dazu die kontinuierliche Skalierung über Server, Racks und Rechenzentren hinweg.

Mit Composable Cloud for Synergy – HPEs ursprünglicher Composable-Variante – wollen die Kalifornier den Betrieb jeder Workload in einer Private- oder Hybrid-Cloud-Umgebung ermöglichen. Mit über 2.200 Kunden sei Synergy die erste Composable-Infrastructure-Plattform, betont der US-Konzern. Composable Cloud for Synergy biete eine automatisierte Verwaltung und unterstütze Workloads wie SAP und Oracle ebenso wie Cloud-native Anwendungen oder einen Mix unterschiedlicher Workloads.

Des Weiteren erweitert HPE sein Portfolio um die HCI-Lösung (Hyper-Converged Infrastructure) Simplivity mit Composable Fabric. Dieses ist dafür konzipiert, Server, Storage und Netzwerk durchgängig zu automatisieren, verwaltet über eine einzige Benutzeroberfläche. Das System, so der Hersteller, setze einen neuen Standard für Hyperkonvergenz, indem es SDN (Software-Defined Networking) integriere und so die Performance und das Management verteilter Anwendungen verbessere. Denn die Composable Fabric erleichtere es, Workloads innerhalb der Infrastruktur optimal zu verteilen: Ihre Mesh-Struktur soll kosteneffizienter sein als alternative Architekturen.

Was die Vergügbarkeit anbelangt, sol soll HPE Composable Cloud für Proliant-DL-Rack-Server im Laufe des ersten Quartals 2019 zunächst in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Irland, Frankreich, Australien und Deutschland erhältlich sein. HPE Simplivity mit Composable Fabric soll ab Dezember 2018 in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Irland, Frankreich, Australien und Deutschland verfügbar sein. HPE Onesphere wiederum ist aktuell in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien und Irland einsatzbereit. Im Laufe des nächsten Jahres soll das Angebot auf weitere Länder ausgeweitet werden.



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