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Der US-IT-Riese HP Inc. hat seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt und dabei die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und beim bereinigten Gewinn deutlich übertroffen. Trotz starker Umsatzzahlen und einer angehobenen Jahresprognose reagierte die Aktie im nachbörslichen Handel mit deutlichen Kursverlusten von über neun Prozent. Investoren zeigten sich besorgt über sinkende Stückzahlen bei den Computern und anhaltenden Druck auf die operativen Margen.

Konkret kletterte der Gesamtumsatz von HP im dritten Jahresviertel im Jahresvergleich um 12,5 Prozent (10,9 Prozent währungsbereinigt) auf 15,7 Milliarden US-Dollar. Die Konsensschätzungen der Analysten hatten im Vorfeld bei rund 14,4 Milliarden US-Dollar gelegen.

Beim Gewinn pro Aktie (EPS) zeigte sich ein gemischtes Bild, das stark von Einmaleffekten geprägt war. Das Verwässerte EPS nach GAAP sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent auf 0,71 US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte HP noch von einmaligen Steuer- und Rechtsvorteilen profitiert. Das für den Markt oft zentralere bereinigte Non-GAAP-Ergebnis je Aktie stieg hingegen um 10,7 Prozent auf 0,83 US-Dollar und schlug die Prognosen von durchschnittlich 0,66 bis 0,69 US-Dollar deutlich. Wichtig zu erwähnen ist hierbei eine Zoll-Rückerstattung der US-Regierung, die das Ergebnis in diesem Quartal positiv mit 0,11 US-Dollar pro Aktie beeinflusste. Ohne diesen Sondereffekt lag der bereinigte Gewinn bei 0,72 US-Dollar.

Das Segment Personal Systems (PCs, Notebooks und Workstations) erwies sich mit einem Umsatzrekord von 11,8 Milliarden US-Dollar als stärkster Wachstumstreiber und legte im Jahresvergleich um 18 Prozent zu. Dieses Wachstum resultiert vor allem aus höheren Verkaufspreisen sowie einer starken Nachfrage nach margenstärkeren Premium-Geräten und neuen, KI-optimierten Rechnern (AI PCs). Allerdings täuscht der Umsatzsprung über eine Schwäche hinweg: Die Gesamtzahl der ausgelieferten PC-Einheiten brach um 16 Prozent ein (Consumer-PCs sogar um 19 Prozent). Zudem drückten gestiegene Speicherchip-Preise und höhere variable Vergütungen die operative Marge des PC-Geschäfts auf magere 4,6 Prozent.

Die Druckersparte (Printing) verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang von zwei Prozent (vier Prozent in konstanten Wechselkursen) auf 3,9 Milliarden US-Dollar. Auch hier sank das Hardware-Volumen im hart umkämpften Markt um insgesamt sieben Prozent. Dank konsequenter Preisdisziplin und dem positiven Zolleffekt konnte die Sparte jedoch eine starke operative Marge von 18,1 Prozent verteidigen. Zweistellige Zuwächse im Bereich des industriellen 3D-Drucks bildeten zudem einen strategischen Lichtblick.

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 stellt HP ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 0,69 und 0,79 US-Dollar in Aussicht, worin ein geschätzter Tariffreistellungs-Vorteil von 0,08 US-Dollar enthalten ist. Angesichts des robusten dritten Quartals hob das Unternehmen gleichzeitig seine Ziele für das gesamte Geschäftsjahr an. Das bereinigte Jahres-EPS soll nun zwischen 3,19 und 3,29 US-Dollar liegen, während der freie Cashflow zwischen 3,0 und 3,2 Milliarden US-Dollar erwartet wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Strategie von HP, verstärkt auf hochpreisige KI-Hardware zu setzen, beim Umsatz bislang voll aufgeht. Da der weltweite PC-Markt bezüglich der reinen Stückzahlen jedoch schwächelt und Engpässe sowie steigende Kosten bei Speicherchips (RAM) die Margen einengen, bleibt das Umfeld für den Konzern kurzfristig herausfordernd. Dies erklärt auch die vorsichtige Haltung der Wall Street trotz der oberflächlich hervorragenden Zahlen.