Google personalisiert auch im Inkognito-Modus

Google-Suche: Inkognito-Modus 'schützt' nicht (Foto: unsplash.com/Benjamin Dada)
Google-Suche: Inkognito-Modus 'schützt' nicht (Foto: unsplash.com/Benjamin Dada)

Laut einer Studie des Google-Rivalen Duckduckgo personalisiert der Suchmaschinenriese auch dann die Suchergebnisse der User, wenn diese nicht angemeldet sind. Selbst wer mit einer neuen Inkognito-Sitzung seines Browsers surft und die Google-Suche nutzt, wird demnach getrackt. Ziel von Google ist demnach immer, die reichweitenstärkste individuelle Filterblase für den Anwender zu kreieren.

Das in Paoli im US-Bundesstaat Pennsylvania beheimatete Unternehmen Duckduckgo hat genau diese Reichweite der Filterblase in seiner mehr oder weniger unabhängigen Studie unter die Lupe genommen - und zwar anhand der Suchbegriffe "Waffenkontrolle", "Einwanderung" und "Impfungen". Der Test bezog sich auf 87 Probanden, wovon 76 einen Desktop-PC und elf mobile Geräten nutzten. Die Daten wurden laut Angaben von Duckduckgo zur gleichen Zeit und über die gesamten Vereinigten Staaten verteilt erhoben.

Zuerst suchten die Tester im Privatsphäre-Modus ihres Browsers und ohne, dass sie bei Google angemeldet waren. In einem weiteren Durchgang wurde der normale Browser-Modus verwendet. In diesem werden Informationen, zum Beispiel in einem Verlauf, aufgezeichnet. Die Suchergebnisse wurden nun von Duckduckgo in der Studie ausgewertet - organische Links, die Infobox "Nachrichten" sowie die Infobox "Videos". Ergebnis: Der Begriff "Waffenkontrolle" hat 62 verschiedene Ergebnisseiten von 76 Teilnehmern, die im Privatmodus und ohne Anmeldung bei Google gesucht haben, ergeben. Bei "Einwanderung" waren es 57 Variationen. Beim Wort "Impfungen" sogar 73 einmalige Ergebnisseiten. Im normalen Browser-Modus waren es 58 Variationen bei "Waffenkontrolle", 59 bei "Einwanderung" und 73 bei "Impfungen".

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